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	<title>Auto &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Wer schläft da neben uns? Eine Reportage über das Leben auf Amerikas Parkplätzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 02:43:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Campingplätze für horrendes Geld oder Parkplatz-Idylle? Als wir zwei Wochen in Salt Lake City verbringen, merken wir schnell: Die Autos um uns herum sind keine Reisenden. Sie sind das Zuhause von Menschen, die durch das soziale Netz der USA gefallen sind. Eine Reportage über ein unsichtbares Phänomen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der frisch Pensionierte mit zwei Autos</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der roten, zweisitzigen Corvette&nbsp;schlief ein alter Mann.&nbsp;Wir hatten es schon vermutet, doch erst unser neuer Nachbar konnte es bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser neue 66-jährige Nachbar – nennen wir ihn Dave – ist privilegiert im Gegensatz zu dem Mann in der Corvette. Denn Dave steht da mit zwei Autos und wartet eigentlich nur auf den Verkauf seines Hauses. Dafür hat er sich vor zwei Monaten einen weissen Van für 5000 US-Dollar gekauft. Die schwarze Kia-Limousine, die daneben steht, braucht er, um sich in der Stadt zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Nacht schläft Dave auf dem Parkfeld neben uns, in der darauffolgenden stellt er sich vor: “Ich bin seit 6 Jahren alleine, ich lade euch auf ein Bier ein.” Er hat zeitlebens auf dem Bau gearbeitet. Mit dem Geld hat er ein Haus, das in den 70er Jahren gebaut wurde, gekauft und jetzt verkauft er es, um in einen billigeren Bundesstaat zu ziehen.&nbsp;Während er auf Käufer wartet, lebt er im Auto, er duscht im Fitness Center dank dem 10 US-Dollar Monatsabo und hofft auf baldige Käufer zu treffen. Sobald das Haus verkauft ist, verschenkt er seinen neuen alten weissen Van vielleicht an einen Obdachlosen. Wieso er nicht im Haus weiterleben kann, das kann er uns nicht erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bier ist ausgetrunken. Es haben sich noch mehr Fahrzeuge auf dem grossen Parkplatz des Fitness Center eingefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein grüner Bus mit gelben Sonnenblumen steht mehr schräg als recht auf dem geraden Parkplatz. Aus einem vollgepackten weissen Lieferwagen schaut uns eine Katze an. Ein moderner Sprinter parkt um die Ecke, die Frau steigt&nbsp;mit ihrer Katze&nbsp;im Rucksack aus dem Fahrzeug aus. Ein alter Wohnwagen, der eigentlich verlassen und fahruntüchtig aussieht, steht am nächsten Morgen nicht mehr da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere SUV und Limousinen stehen vor dem Fitness Center. Menschen kommen und gehen, die ganze Nacht hindurch. Manche fahren nachhause, doch viele steigen auf der Rückbank ein. Die Sonnenschutzblenden halten die aus Stoffresten gemachten Vorhänge, um die Fenster zu verdecken. Was am Tag die Sonne und die Hitze draussen hält, versteckt nachts das gedimmte Licht im Innern der Fahrzeuge.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zwischen Bibliothek und Fast Food: Unser eigener Alltag</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="578" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-578x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2743" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-578x1024.jpg 578w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-2000x3546.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-scaled.jpg 1444w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><figcaption class="wp-element-caption">Endlich fertig genäht. Eine ganze Woche haben wir die freizugänglichen Nähmaschinen der Bibliotheken Salt Lake Citys benutzt, um neue Kissenbezüge zu nähen.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir verbringen zwei Wochen in Salt Lake City. Da die Campingplätze horrend teuer sind, gesellen wir uns zu den Parkplatzbewohnern. Tagsüber benutzen wir die gratis Nähmaschinen und Infrastruktur in den öffentlichen Bibliotheken. Essen gibt es am Tacostand, 6-Dollar-Sushi im Supermarkt oder das 5-Dollar Menü bei McDonalds – gesund ist anders. Für Abends lösen wir ein Fitness-Probeabo, treiben Sport und duschen warm. Dann ab ins Auto, mit dem geschlossenen Dach, schlafen wir im unteren engen Bett.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir fühlen uns unwohl mitten in der Stadt das Dachzelt zu öffnen, ausserdem versucht hier jeder nicht aufzufallen. Ein offenes Dachzelt wäre zu offensichtlich – und es gibt immer weniger Orte, an denen Menschen über Nacht parken dürfen. Deshalb lieber unauffällig bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umstände sind zwar nicht die gemütlichsten, doch wir lernen viel: über unsere Parkplatznachbarn, über Salt Lake City, die Gym-Bros, wo es günstig zu essen gibt. Mit der Zeit, lernt man auch, die bewohnten Autos zu erkennen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Isaac und der Lieferwagen voller Katzen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lieferwagen mit der Katze gehört Isaac. Eines Abends, als Michi aus dem Fitness Center zurückkehrt, fragt ihn Isaac, ob er nicht kurz vorbeischauen will. Er hätte neugeborene Kätzchen. Neugierig schaut Michi bei ihm rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es stimmt: Die kleinen Katzen spielen im Innenraum, Isaac sitzt auf seinem rollenden Bürostuhl. Nach seiner Zeit bei der Armee, sei er zu seiner Mutter zurück, und bekäme Psychopharmaka. Als die Mutter vor zwei Jahren gestorben sei, hätte er nur noch die Katzen, seinen Van und all das Zeugs, das in einem Lagerraum steckt, übrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fährt jeden Tag herum, erledigt, was er zu erledigen hat, und mittags steigt er mit seinem Kollegen aufs elektrische Skateboard, um seine Runden um das Fitness Center zu drehen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Viele Menschen in den USA leben vollzeit in ihren Fahrzeugen</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="577" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-2742" style="object-fit:cover;width:400px;height:200px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-1024x577.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-2000x1126.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Manche der Fahrzeughalter sind auch wirklich nur für das Fittnes Center da geparkt.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt keine exakten Zahlen zu der Anzahl Menschen, die effektiv in ihren Autos leben. Es ist auch schwierig zu quantifizieren. Manche sind tatsächlich obdachlos geworden und können sich keine Miete leisten, haben aber in ihrem Fahrzeug noch ein Dach über dem Kopf. Viele andere wählen dieses leben freiwillig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehören Overlanders in ihren topmodernen Mercedes Sprinter in diese Kategorie? Eher nein – es gibt schon einen Unterschied, ob man noch Dusche und Küche im Haus hat, oder ob man jeden Abend ins günstigste Fitness Center für fliessendes Wasser flüchtet und sich vom Take-Away des Supermarkts ernährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Phänomen der “vehicular homelessness” – wie die Obdachlosigkeit im Fahrzeug in den USA genannt wird – variiert zwischen 400&nbsp;000 und über einer Million Menschen, je nach Quelle. Dabei kommt es eher auf die Definition an. Manche zählen freigewähltes Leben im Auto dazu, andere nur die Obdachlosen, die zwar keine Wohnung mehr haben, sich aber noch ein Fahrzeug und dessen Versicherung leisten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Department of Housing and Urban Development (<a href="https://usafacts.org/articles/how-many-homeless-people-are-in-the-us-what-does-the-data-miss/">HUD</a>) waren 771 000 Menschen im Jahr 2024 in den USA obdachlos. Davon soll etwa die Hälfte in ihren Fahrzeugen leben. Das Fahrzeug ist essenziell in einem Land, wo alles darauf ausgerichtet ist. Deshalb gibt es viele, die zwar eine Arbeit haben, sich die Preise für eine Wohnung jedoch nicht leisten können, und deshalb lieber auf die Wohnung anstatt auf das Fahrzeug verzichten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das jähe Ende der roten Corvette</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man auf den Parkplätzen lebt, scheint es plötzlich komplett klar zu sein, welches Auto bewohnt ist. Manche Beispiele fallen sofort auf: mehr schlecht als recht fahrende Kisten, die eigentlich auf den Schrottplatz gehören. Doch da steht auch der blaue Sedan, der neue rote Jeep Cherokee, der schön umgebaute alte Ford Truck. Oder eben die rote Corvette, die jede Nacht am rechten Randstein unter dem Baum parkte.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-2747" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-1024x577.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-2000x1126.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isaacs hat neben den Bürostuhl auch immer noch Skier auf dem Gepäckträger. Hinten steht noch die Corvette.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die verdunkelten Scheiben des Sportfahrzeugs lassen nur erahnen, wer drinnen sitzt. Nie steigt jemand aus – oder ein. Am Morgen ist der Zweisitzer wieder weg. Das Auto scheint viel zu eng, um darin zu leben. Doch wenn einem nichts anderes übrig bleibt, findet man auch darin genug Platz. Doch was macht man, wenn eines Morgens ein Lastwagen das Auto rammt und die Polizei es abschleppen lässt? Wo wird der alte Mann wohl jetzt übernachten? Wir finden es nie heraus. Dave konnte uns nur sagen, dass unsere Vermutung stimmte, in der Corvette schlief auch jemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir berichten davon unseren Bekanntschaften. Die Bibliothekarin aus Salt Lake meint sie hätte schon davon gehört, aber noch nie wahrgenommen. Eigentlich fast nicht zu glauben, wenn man denkt, wie viele es sind. Leider sind auch Leute mit guten Jobs von der Obdachlosigkeit betroffen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der junge Feuerwehrmann</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem anderen Parkplatz bei Walmart treffen wir auf Matthew. Er sei Feuerwehrmann und auch er lebt in seinem Auto. Matthew ist jung und da er für Waldbrände zuständig ist, wird er jeden Sommer in ein neues Gebiet versetzt. Ausserdem haben sie 14-Tage Bereitschaft. Wenn er dann nicht irgendwo im Wald an Löscharbeiten dran ist, schläft er manchmal auf der Feuerwehrwache oder halt irgendwo in der Stadt im Auto. Für ihn lohne es sich nicht, eine Wohnung zu mieten. Er wäre ja nur eine Woche im Monat überhaupt zuhause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Abend ist er auf Abruf. Er hat den Tag im Shopping Center verbracht, hat trainiert und gleich geduscht. Jetzt sucht er sich einen dunklen Stellplatz und baut seine kleine Pritsche im hinteren Teil des Trucks auf. Gegessen hat er Fast Food, zwar hat er einen kleinen Kocher, aber es lohne sich nicht wirklich selbst zu kochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Walmart Parkplatz zählen wir kurz vor Mitternacht sicher 5 Autos, in denen Menschen schlafen. Wahrscheinlich sind es noch mehr, denn es stehen noch mehr Fahrzeuge da, bei vielen merkt man es gar nicht.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Unbekannte im roten Jeep</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">So wie bei dem roten Jeep Cherokee. Würde er nicht jeden Abend auf der gleichen Stelle parken und wir gleich daneben, hätten wir es wahrscheinlich nicht mal bemerkt. Das Auto sieht neu aus, gut gepflegt, sauber. Wer darin lebt? Wissen wir nicht so genau. Es ist eine Frau – eine Afroamerikanerin oder Latina.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor sie rückwärts – und blindlings &#8211; einparkt, zieht sie immer einen Vorhang. Sie ist während diesen zwei Wochen nie vor Ort ausgestiegen. Manchmal am Abend flimmert etwas Handylicht durch die Vorhangspalten. Nur einmal haben wir sie gesehen, vorbeifahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vierzig Prozent der Obdachlosen 2024 sind Frauen. Viele davon leben in Fahrzeugen. Sie fühlen sich so sicherer. Und trotzdem anscheinend nie sicher genug. Denn sie will ganz offensichtlich nicht, dass man erkennt, dass sie als Frau alleine im Auto schläft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fragen die anderen, die wir auf dem Parkplatz kennengelernt haben: Auch sie kennen sie nicht. Niemand weiss, wie sie heisst oder sogar wie sie aussieht. Nur den gepflegten roten Jeep und ihre regulären Abwesenheitszeiten lassen darauf schliessen, dass sie einer Arbeit nachgeht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Es werden weniger und irgendwie doch mehr</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="483" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-1024x483.jpg" alt="" class="wp-image-2748" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-1024x483.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-300x142.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-2000x943.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der rote Jeep und ein fahruntüchtiger Wohnwagen. Der schien aber unbewohnt, nur Isaacs Katze schien ihn hin und wieder auszukundschaften.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Zwar sprachen offizielle Statistiken vor Jahren noch von sinkenden Zahlen, doch spätestens seit der Pandemie und der darauffolgenden Inflation schiessen die Zahlen der Wohnungslosen wieder massiv in die Höhe – wobei die Dunkelziffer in den Autos gigantisch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben im Fahrzeug ist nicht angenehm. Die meisten haben keine Annehmlichkeiten wie Toilette oder Küche. Es sind ganz einfache PKWs, wie sie täglich auf den Strassen zu sehen sind. Nur das in der Nacht, die Rückbank im besten Fall, zum Bett wird.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist kompliziert nur schon die tägliche Logistik zu meistern: Essen, Toilette, Dusche. Und dazu kommt noch die Bürokratie, denn eine feste Adresse haben sie ja nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben im Vergleich ein echtes Luxus-Setup. Und wir haben dieses Leben aus freien Stücken gewählt. Dazu gezwungen zu sein, jeden Abend allein zu verbringen, nie sicher zu sein, ob mal wieder die Polizei anklopft oder der Parkplatz wieder gesperrt wird. Wo und was man essen kann. Ist definitiv nicht erstrebenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist viel grösser als viele meinen. Es fällt anfangs kaum auf, bis man den Blick dafür trainiert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann sieht man plötzlich auf jedem Parkplatz bewohnte Autos.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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		<title>Keine Angst vor Mexiko! Ein Reisefazit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein Kontinent voller Gefahren, korrupte Polizisten und Narcogewalt an jeder Ecke? Vor unserer Reise durch Lateinamerika wurden wir ständig gewarnt. Nach drei Jahren im Land Cruiser und 34 Kontrollen in Mexiko ziehen wir eine überraschende Bilanz: Warum die Realität auf den Strassen ganz anders aussieht als in den Medien – und mit welchen 3 goldenen Regeln wir sicher durchgekommen sind.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Wie sicher ist das Reisen im Fahrzeug durch Lateinamerika und insbesondere Mexiko?</h2>



<p class="wp-block-paragraph">«Weisst du, ich habe diesen Stellplatz eröffnet, um den Reisenden die Angst vor Mexiko zu nehmen»,&nbsp;erzählt uns Raúl auf seiner Ranch im Norden der Halbinsel Baja California. Die Ranch liegt keine Stunde von der Grenze zwischen&nbsp;Mexiko und den USA entfernt. Viele Menschen fürchten diese Grenze. Es gibt Reisende, die glauben, sobald sie herüberfahren, werden sie überfallen und an jeder nächsten Ecke stehe ein korrupter Polizist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind am Ende unserer Reise durch Mexiko. Raúls Ranch ist unser letzter Stopp vor dem Grenzübergang. Und ehrlich gesagt:&nbsp;Uns muss er nicht mehr überzeugen, uns hat Mexiko längst verzaubert. Der Aufenthalt bei ihm ist der überraschende,&nbsp;krönende Abschluss.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir verbringen Karfreitag mit Fisch-Tacos am Lagerfeuer, zusammen mit seiner Familie und Freunden, die zu Ostern hergekommen sind. Die Pferderanch ist so idyllisch, dass wir anstatt einer Nacht&nbsp;gleich vier weitere bleiben &#8211; und den Grenzübergang in die USA solange wie möglich herauszögern.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ist es so gefährlich, durch Lateinamerika zu reisen?</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Genau wie Raúl&nbsp;haben auch wir vorab sehr viel Negatives über&nbsp;Lateinamerika gehört. Ein Kontinent voller Gefahren, überall herrsche Gewalt und lauere die Korruption. Was wir tatsächlich davon gesehen haben? Sehr wenig.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Und nein, wir sind nicht nur die &#171;sicheren&#187; Strecken gefahren. Wir sind in Bolivien, Brasilien und Peru durch Koka-Anbaugebiete gereist. Wir haben die Guerilla in Kolumbien besucht. Wir waren abseits der Touristenströme unterwegs, sind mitten durch den Dschungel und durch Kartellgebiete gefahren. Das grösste Highlight? Das Land Venezuela als Maduro noch voll im Sattel sass.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine Liste der Absurditäten: Whisky, Strassensperren und </strong><em><strong>Trinkgeld</strong></em></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2646" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260221_143836-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Eine der vielen kleinen Strassen durch ländliche Gebiete.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das bedeutet nicht, dass wir blind überall durchgebrettert sind, nur auf der Suche nach Abenteuern. Wir haben mit den Menschen, die vor Ort leben, gesprochen – sehr viel und sehr intensiv. Dabei ging es nicht nur um die schönen Seiten, sondern auch um&nbsp;ihre täglichen Schwierigkeiten.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir waren mit Arm und Reich, Hergezogenen und Einheimischen in Kontakt. Dabei haben wir Korruption durchaus hautnah miterlebt:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Militärpatrouillen, die kurz vor Beginn der Ernte plötzlich auf der Kaffeefarm auftauchen, um mal wieder zu zeigen, wer hier der “gute Freund” ist. &nbsp;</li>



<li>Polizei, die monatlich ihre Ration Whisky abholt, damit das Hotel einen Monat weiterlaufen kann.</li>



<li>Ein hochrangiger Kommandant, der dank wöchentlicher Geldüberweisungen immer per Telefon erreichbar ist, wenn normale Warenlieferungen durch das Land müssen.</li>



<li>Indigene, die öffentliche Strassen sperren und Geld fürs Weiterfahren verlangen oder aus Protest gleich alle Hauptverkehrsachsen wochenlang blockieren.</li>



<li>Polizisten, die Kontrollen durchführen und Bussen verteilen, obwohl man alles genau gleich gemacht hat wie die Einheimischen. Aber als Ausländer war es dann eben doch nicht ganz erlaubt, an jener Stelle mit weiteren zehn Autos links abzubiegen. Die nette Aufforderung, etwas “Trinkgeld” zu geben, inklusive.</li>



<li>Oder ein generelles Nachtfahrverbot zwischen 18 und 6 Uhr im Guerillagebiet.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die Liste scheint lang und zeigt durchaus, wie kompliziert das Leben in diesen Ländern sein kann. Doch die weitaus meisten Tage haben wir rein gar nichts davon erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den meisten Polizei- und Militärkontrollen gab es Empfehlungen, in Venezuela haben wir ab und zu Kaffee bekommen und meistens den einen oder anderen lustigen Kommentar. Mexiko bildete da keine Ausnahme.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sicherheit bei der Reise durch Mexiko: Unsere Erfahrung</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Mexiko ist das letzte lateinamerikanische Land auf unserer Reise nach Alaska. Vor der Einreise in das südlichste Land Nordamerikas werden wir ständig gewarnt – wieder viel mehr als bei den anderen Ländern. Das letzte Mal passierte uns das in dieser Intensität vor <a href="https://travelandwildlife.de/nicaragua-die-gefuerchtete-grenze/" data-type="post" data-id="2234">Nicaragua </a>und <a href="https://travelandwildlife.de/zwischen-nervenkitzel-und-herzlichkeit/" data-type="post" data-id="1805">Venezuela</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es hiess, wir würden unzählige Polizeikontrollen erleben. Das Militär sei stark präsent. Es lauere vermehrt Korruption oder indigene Gemeinschaften, die Geld verlangen, um weiterzufahren. Es gäbe viele gesperrte Strassen und natürlich die Narcogewalt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Merkst du was? Eigentlich die gleiche Liste wie zuvor. Definitiv nichts, was wir nicht schon kannten oder gehört hatten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da wir von Süden kamen, schreckten uns die negativen Meldungen nicht so schnell ab wie viele andere Reisende, die von Norden einreisen. Solche Warnungen hatten wir von fast jedem Land gehört &#8211; und nach über 200 Polizeikontrollen in Venezuela bringen uns diese auch nicht so schnell aus der Ruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch wir entscheiden uns, die Kontrollen spasshalber wieder mal aufzuschreiben. Das Resultat? In knapp zwei Monaten sind wir durch 34 Kontrollstellen gefahren. Bei 12 wurden wir angehalten, und bei 7 mussten wir den Kofferraum öffnen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Geld verlangt? Das hat keiner.&nbsp;Kein einziges Mal.&nbsp;Nicht einmal ansatzweise.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zwischen Kartellgewalt und normalem Alltag</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Mexiko ist kein sicheres Pflaster &#8211; erst recht nicht in bestimmten touristischen Regionen oder im direkten Umfeld der berühmt-berüchtigten Drogenkartelle. Der allgemeine Alltag der meisten Menschen ist trotzdem nicht von Gewalt geprägt.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2648" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260402_110519-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Unfälle passieren leider sehr oft. Der Verkehr auf den Strassen ist die grösste Gefahr für jeden Overlander.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Menschen, die wir kennengelernt haben, haben sich mit den Eigenarten Mexikos arrangiert. Sie wurden alle schon von der Polizei kontrolliert und um eine kleine <em>Spende </em>gebeten. Es gab Ausgangssperren wegen Gewalteskalation, und auch sie kennen unzählige Geschichten darüber, was die Kartelle anstellen. Ihr Leben ist zwar etwas näher dran an diesen Problemen, doch auch für sie ist es nicht durchgehender Alltag.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Keiner, mit dem wir Kontakt hatten, hat uns von Erpressung oder Schutzgeldzahlungen erzählt. Was wir von anderen Ländern hautnah miterlebt haben. Dass es das in Mexiko gibt, ist unbestritten. Dass der Drogenhandel und das illegale Milieu viel Geld erwirtschaften, die Politik und Justiz untergraben, Gewalt säen und vieles verkomplizieren, ist eine Tatsache. Vor allem in armen Gebieten, wo&nbsp;jungen Arbeitslosen schnelles Geld versprochen wird. Zudem wird die Narcowelt über Narcocorrido-Lieder, die es sogar in die Hitparaden schaffen, regelrecht salonfähig gemacht und verharmlost.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">In einem Land, in dem jedoch 134 Millionen Menschen leben, ist das nicht die Realität der Mehrheit. Nur die Aufmerksamkeit der Medien bleibt daran haften &#8211; und die Kartelle wissen ganz genau, wie sie diese Aufmerksamkeit generieren. Ein bleibendes Beispiel ist der Tod von El Mencho im Februar und die darauffolgenden Blockaden im ganzen Land. Wenn Kartellmitglieder eines wissen, dann, wie man schnell einen Staat lahmlegt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sogar im Bundesstaat Jalisco, dem Hauptsitz des Kartells Jalisco Nueva Generación, gibt es ein Leben, das nicht unmittelbar im Drogenhandel stattfindet. Die meisten Menschen leben völlig normal – nur immer ein kleines Stück näher an der dunklen Seite, als es in Europa der Fall ist.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Die grösste Gefahr für Reisende?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gefahr für uns als Touristen besteht &#8211; auch hier wieder &#8211; vor allem dort, wo es viele Touristen gibt.&nbsp;Da, wo andere wissen, dass bei Urlaubern etwas zu holen ist, kann es brenzlig werden. Meistens sind es Einbrüche in die Autos&nbsp;oder eben die Polizei und ihre <em>Unterstützungsgelder</em>. Denn obwohl alle Papiere in Ordnung sind, kann man es als Polizist mit eher schlechtem Lohn ja mal probieren. Viel zu verlieren hat der Beamte selten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben nichts dergleichen erlebt in Mexiko, kennen doch aber Erzählungen anderer Reisender aus erster Hand. Unsere Kontrollen sind alle glimpflich verlaufen. Vielleicht hilft uns dabei unsere Herangehensweise: Wir erwarten zuerst einmal nichts Negatives. Genau wie bei einer Kontrolle in Europa machen die Sicherheitskräfte an erster Stelle ihren Job.</p>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Taktik: Vertrauen, aber mit System</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das heisst aber nicht, dass wir alles dem Zufall überlassen. Schon bevor wir überhaupt in eine Kontrolle geraten, machen wir uns Gedanken, wie wir in welcher Situation reagieren würden &#8211; ja, auch in sehr heiklen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Schlüsselwort lautet: Situational Awareness. Wir wollen wissen, was um das Fahrzeug herum passiert. Dafür haben wir einerseits eine Dashcam und weitere kleine Kameras installiert. Die Sicherheitskräfte dürfen auch gerne mitbekommen, dass sie gefilmt werden. Zudem haben wir uns für unsere eigene Sicherheit entschlossen, alle Türen immer verschlossen zu halten – auch bei einer Kontrolle.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="578" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-578x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2588" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-578x1024.jpg 578w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-2000x3546.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260309_162131-scaled.jpg 1444w" sizes="auto, (max-width: 578px) 100vw, 578px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Sand auf der Baja California stecken zu bleiben, ist wahrscheinlicher als ausgeraubt zu werden.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Das heisst, die Polizei kann nicht einfach die Hecktüre aufreissen. Sie müssen warten, bis einer von uns den Motor ausgeschaltet, die Fahrertür geöffnet und wieder geschlossen hat und nach hinten läuft, um zu öffnen. So können nicht mehrere Personen gleichzeitig das Auto durchsuchen, sondern die Aufmerksamkeit liegt an einer einzigen Stelle. Dabei ist das Innere&nbsp; des Land Cruisers so konzipiert, dass man als Erstes an den Erste-Hilfe-Koffer kommt. Das hinterlässt immer einen ersten positiven Eindruck.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Eine beliebte Masche in Mexiko scheint es zu sein, das Portemonnaie durchsuchen zu wollen. Wir haben uns seit Beginn der Reise angewöhnt, keine Wertsachen offen herum liegenzulassen. Der echte Geldbeutel ist zwar zugänglich, aber man muss wissen, wo er ist. Ausserdem sind unsere Fahrzeugpapiere, die Führerscheine und die Pässe strikt vom Geld getrennt. So kommen die Beamten gar nicht erst in Versuchung, weiterzusuchen. Ein kleines Säckchen mit ein paar 5-Dollar-Scheinen liegt dafür griffbereit im Handschuhfach – man weiss ja nie, falls man doch mal zeigen muss, dass man Geld dabei hat. Dazu packen wir ein paar abgelaufene Kreditkarten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Sind die Landstrassen derart gefährlich?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Es wurde uns im Vorfeld oft empfohlen, in Mexiko nur die Mautstrassen (cuotas) zu fahren, da sie sicherer seien. Hm.&nbsp;Wenn man die vielen Bodenwellen damit meint, dann stimmt es – und man spart viel Zeit, sie sind aber auch horrend teuer. Wenn man damit die Polizeikontrollen meint, dann hatten wir die meisten tatsächlich auf den Mautstrassen und nicht in den kleinen Dörfern. Quer durch die Berge, wo bekannt ist, dass sich Kartelle um Besitz bekämpfen, sind wir allerdings nicht gefahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mexiko verlassen wir mit Tränen in den Augen. Denn wir haben auch hier die Gastfreundschaft Lateinamerikas in reinster Fülle erfahren. Das lange Osterwochenende auf Rancho La Bellota war ein würdiges Ende. Es gibt keine bessere Beschreibung für die Menschen Lateinamerikas: gutes Essen, tiefe Gespräche, viel Gelächter und eine wahnsinnige Herzlichkeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau wie in Südamerika haben wir uns immer aktiv informiert: bei der Polizei, bei den Einwohnern, bei anderen Reisenden oder über Reise-Apps. So kann man sich ein gutes Bild der aktuellen Lage machen. Hat man ein schlechtes Bauchgefühl, empfiehlt es sich immer, eine andere Route zu suchen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir eine einzige Erkenntnis von dieser Reise mit nach Hause nehmen, dann diese: <strong>Die allermeisten Menschen sind im Kern einfach gut.</strong></p>
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<h4 class="wp-block-heading"><strong>Unsere 3 goldenen Regeln für Sicherheit in Lateinamerik</strong>a</h4>



<ol class="wp-block-list">
<li><strong>System statt Zufall:</strong> Überlegt euch im Vorhinein, wie ihr in bestimmten Situationen reagieren wollt, solltet oder könnt. Klare Abläufe schaffen Sicherheit, wenn es mal hektisch wird.</li>



<li><strong>Lokale Infos sammeln:</strong> Fragt Polizisten, Einheimische und andere Overlander nach der aktuellen Lage vor Ort.</li>



<li><strong>Bauchgefühl und Lagebeurteilung:</strong> Habt ihr ein schlechtes Gefühl bei einer Route? Dreht um und sucht nach Alternativen. Das Wichtigste ist: Seid euch immer bewusst, was um euch herum geschieht (<em>Situational Awareness</em>).</li>
</ol>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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		<title>Nicaragua: die gefürchtete Grenze</title>
		<link>https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/nicaragua-die-gefuerchtete-grenze/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2026 16:13:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nicaragua]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicaraguas Grenze scheint für viele Reisende ein Hinderniss, wir hatten mal wieder unglaublich Glück. Eine einfache Einreise und eine langsame Reise durchs Land, denn alles ist auf 50 km/h begrenzt.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">«Alles kontrollieren sie», heisst es von anderen Reisenden, und so stellten wir uns innerlich auf einen zähen, langwierigen Grenzübergang ein. Von Costa Rica aus ging es weiter Richtung Norden, nach Nicaragua.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch unsere Erfahrung war das exakte Gegenteil: Schon lange verlief ein Wechsel der Länder nicht mehr dermassen schnell. In Costa Rica ganze 15 Minuten, in Nicaragua eine Stunde, und das Auto durchsuchen wollte am Ende auch niemand. Da hatten wir anscheinend wirklich Glück mit der Beamtin – oder der Hunger trieb sie pünktlich in die Mittagspause.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_strasse-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-2236" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_strasse-768x1024.jpeg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_strasse-225x300.jpeg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_strasse.jpeg 1512w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Kreisverkehr in Nicaragua. </figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Auf Nicaragua waren wir ohnehin gespannt, denn viele Reisende fahren direkt durch – was übrigens gar nicht so schnell geht, wie man denkt – oder sie berichten wenig Positives. Meistens fallen in den Gesprächen sofort die Begriffe Polizeikontrolle und Korruption.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Umso überraschter waren wir, als wir die holprigen Strassen Costa Ricas hinter uns liessen und plötzlich auf einer perfekt geteerten Schnellstrasse landeten. Ein Schild am Rand wiess 80 km/h aus, was uns stutzig machte. Hatte der Beamte am Zoll nicht gerade erst erklärt, im ganzen Land gelte ein striktes Limit von 50 km/h?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wagten es trotzdem, doch schneller zu fahren, schliesslich gibt es ja ein Schild. Irgendwann, auf der schönen, schnellen Strasse, warnt uns ein entgegenkommendes Auto mit Lichthupe. Ein typisches Zeichen, dass irgend ein Hindernis kommt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Kurz darauf stand tatsächlich die Polizei am Strassenrand und laserte. Uns liessen sie passieren, wir sind ja auch nicht zu schnell unterwegs: nur 50 km/h. Obwohl der Streckenabschnitt mit 80 km/h beschildert ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das lässt uns keine Ruhe und wir recherchieren mal im Internet:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Regierung hat im Juni 2025 die Höchstgeschwindigkeit landesweit auf 50 km/h begrenzt, ohne jedoch die alten Schilder zu entfernen. Sie stehen weiterhin am Strassenrand, obsolet, und verwirrend für alle fremden Lenker.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel der neuen Vorgaben sei die Senkung der Verkehrstoten, was angesichts der Zahlen von 2025 – rund 900 gegenüber mehr als Tausend im 2023 – auf den ersten Blick funktioniert. Doch wie in ganz Lateinamerika, sind tödliche Unfälle im Strassenverkehr Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn die Ursache für die vielen Unfälle ist nicht unbedingt die Geschwindigkeit, sondern keine Abstandseinhaltung, gefährliche Überholmanöver, Motorradfahren ohne Helm, schlecht gewartete Fahrzeuge und somit schlechte Bremsen, und natürlich jegliches ignorieren – oder Unkenntnis – der Verkehrsregeln. Eigentlich ist es ein Wunder, dass uns noch niemand aufgefahren ist. Langsamer fahren sie jedoch nicht, sie warnen sich jetzt einfach gegenseitig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Geschwindigkeitsbegrenzung mag gut gemeint sein, doch ihre Umsetzung zeigt jedoch gut, wie Nicaragua funktioniert: ein System perfekt auf Korruption ausgelegt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Dass das Land 2024 auf Platz 172 des Corruption Perception Index lag, spürt man an jeder Ecke. Seit Daniel Ortega 2006 wieder an die Macht kam, ist die Korruption stetig gestiegen, und mit den neuen Regeln hat die Polizei ein weiter Werkzeug in der Hand. Die meisten Menschen, mit denen wir sprachen, wählen bei Kontrollen den direkte «Deal», um den bürokratischen Aufwand – oder sogar das Gefängnis – zu entgehen.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_plaza-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-2235" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_plaza-768x1024.jpeg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_plaza-225x300.jpeg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/01/Nicaragua_plaza.jpeg 1500w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Hauptplatz in León, Nicaragua.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Besonders beklemmend ist die ständige Präsenz der Macht. Ausländer mit festem Wohnsitz im Land berichten uns von regelmässigen Besuchen durch Polizei oder Militär. Es geht dabei nicht immer um Geld, sondern oft nur darum, die Menschen daran zu erinnern, wer «Freund» sein kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das erlebten wir selbst auf einer Kaffeefarm, als plötzlich ein Pick-up mit sieben schwer bewaffneten Militärangehörigen auf dem Parkplatz stand. Während einer mit Michi plauderte, statteten die anderen dem Chef der Farm einen Besuch ab – ein unmissverständlicher Gruss kurz vor dem Start der jährlichen Ernte. Auch die Finanzen müssen als Ausländer offen ausgelegt werden, kein Rappen darf an Regimegegner gehen, das heisst, auch an keine NGO, den diese wurden grösstenteils 2024 im Land verboten. Sogar das Rote Kreuz ist jetzt das nationale weisse Kreuz mit blauem Hintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnlich wie in Venezuela, wo wir Korruption ebenfalls miterlebt haben, ist die Bevölkerung zutiefst eingeschüchtert. Über Politik spricht man nicht mit jedem, und wenn man es tut, wird vorher das Küchenfenster geschlossen und nur geflüstert. Man weiss nie, wer im Hinterhof zuhört, selbst in der eigenen Familie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trotz dieser beklemmenden Geschichten hat uns Nicaragua ausserordentlich gut gefallen. Wir hatten keine Probleme im ganzen Land, auch nicht bei der Einreise oder Ausreise. Die Menschen waren nett, offen und neugierig. Das Land wirkt gepflegt, auch wenn man weiss, dass das Geld dringend woanders nötig wäre.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein spannendes Land für ein paar Wochen ist es definitiv, aber dort dauerhaft leben? &nbsp;Die ständigen Kontrollen und die Unsicherheit &#8211; was wohl passiert, was als nächste eingeführt wird, wer als nächstes Geld will,… &#8211; machen es für mich nicht zu einem Ort, an dem ich Wurzeln schlagen wollte.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



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		<title>Schimmel, Schimmel, Schimmel und keine Ersatzteile!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Land Cruiser]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Ach, ist Reisen doch schön, da kann man was erleben. Erst recht wenn der Schimmel, ständig im Hinterhalt wartet und die Ersatzteile sich lieber im Ausland verstecken. Ein dank an die Freunde, die Packesel und Lebensretter spielen. Und ein Klagelied über das ständige Putzen.]]></description>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein kurzes Klagelied über die weniger schönen Momente einer Reise</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Reisen sind kein Urlaub. Schön wär&#8217;s! Dann müssten wir uns nicht mit dem ganzen Drumherum herumschlagen. Es wäre auch nicht so anstrengend – oder besser gesagt – vorhersehbar wie zu Hause. Probleme kommen jedoch dann wenn sie wollen, und manchmal wünschen wir uns, wir hätten die Probleme zuhause, denn dann wären es gar keine.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Eine einfache Schraube tauschen</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-768x1024.jpg" alt="Tisch vollgestellt mit Nähmaschine, Laptop und ein Glas Tee" class="wp-image-2042" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_naehmaschine.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die rettende Nähmaschine.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Das ginge daheim ganz schnell: Nur mal kurz in den Baumarkt oder online bestellen, wenn es etwas Spezielles ist. Und schwupps, kann man sie auswechseln. Man muss nicht tagelang durch die Gegend fahren, bis man in einem grösseren Ort ist. Kein stundenlanges Abklappern der Läden. Und dann gibt es das Teil doch irgendwie nicht &#8211; oder nur als Zollmass.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Oder die ewige Suche nach einer Kederschiene. Die kennt in Lateinamerika kein Mensch! Wir kennen mittlerweile alle Aluprofile von Ecuador bis nach Costa Rica, aber ein System ähnlich der Kederschiene haben wir nicht gefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie wäre es mit einer Bestellung? Denkt man sich. Ja, wenn die Lieferfristen nicht ewig wären – die Waren kommen meist aus den USA – und wenn wir eine Adresse hätten, an der sie auch sicher ankommen. Es geht, das haben wir auch schon gemacht, aber es braucht viel mehr Planung. Am besten kommen Freunde zu Besuch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die freuen sich, uns zu sehen, wissen aber nicht, dass das meistens bedeutet, dass sie Packesel spielen dürfen. Vor allem diejenigen, die mit Aufgabegepäck fliegen. Dieselfilter, Keilriemen, ein Handy (man glaubt es kaum, aber sie sind in der Schweiz qualitativ besser und preislich viel billiger als hier), neue Kreditkarten, Fahrausweise, Briefe, die dringend eine Unterschrift bräuchten, aber eingescannt nicht akzeptiert werden, Gummibärchen, Schokolade!</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>…und ein Ozongerät</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Feuchtigkeit der letzten Monate hat ihre Spuren hinterlassen: Schimmel. Man putzt alles, glaubt endlich Ruhe zu haben, und am nächsten Tag entdeckt man eine neue Stelle. Aber hatte man die nicht erst gerade geputzt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schimmelsporen sind heimtückisch und definitiv ungesund. Am nachhaltigsten wäre es, alles neu zu machen: Möbel raus, Dachzeltstoff neu, alles durch die Waschmaschine. Das ist jetzt allerdings keine Option – weder finanziell noch zeitlich. Wir wollen das auch gar nicht, denn die Dinge funktionieren ja ansonsten. Erst recht jetzt, nach zwei Wochen Benutzung der Nähmaschine bei Michis Schwester ist alles wieder geflickt.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir haben sogar ein schöneres und besseres Vorzelt als das Original. Wir haben einen Fensterrahmen als Kederschienenersatz verwendet, ein Kabel anstelle einer Schnur und eine Nähmaschine (unsere Idee hat der Schneider nicht verstanden) zum selber nähen. So ist alles, wie wir es gerne haben wollen.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-1024x1024.jpg" alt="Vorher-Nachher Foto des Dachzeltes. " class="wp-image-2044" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-1024x1024.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-300x300.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-150x150.jpg 150w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt-2000x2000.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/11/Schimmel_zelt.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Endlich erneuert, und obwohl offen auf den Seiten, regnet es weniger rein.</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zurück zum Schimmel</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Keine Angst, der verschwindet schon nicht einfach so.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Putzessig (und normaler weisser Essig) ist unser grosser Verbündeter geworden (spezifische Schimmelmittel gibt es auch gar nicht). Dazu kommt noch Putzalkohol für die Dinge, die keine Säure vertragen. Der Rest kommt in die Waschmaschine. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Was so einfach tönt, heisst &#171;viel&#187; Arbeit. Die Waschmaschinen hier sind nicht vollautomatisch. Man muss das Wasser einfüllen, ablassen, wieder einfüllen, erneut ablassen und so weiter, bis es sauber (Ansichtssache?) ist, und dann muss noch geschleudert werden. Danach kommt erst der große Luxus in diesem Haushalt: der Trockner. Fast alles schmeissen wir hinein und ist anschliessend sicher auch sauber.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch das ganze Putzen (heute zum dritten Mal den unteren Rand), Auslüften und ständige Trocknen sind trotzdem nicht genug. Deshalb haben wir ein Ozongerät gekauft. Das ist auch kein Allheilmittel, aber wenn es nur schon zu 70 % so funktioniert, wie beschrieben, sollten wir bis zum Ende der Reise fast wieder schimmelfrei sein. Nein, Spass, die Luft sollte zumindest weniger Sporen haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nur die Stockflecken sind dann noch ein Problem, aber damit können wir uns nach unserer Rückkehr beschäftigen. Es soll uns da ja auch nicht langweilig werden.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/reiseplaene-in-suedamerika/" data-type="post" data-id="707">Reisepläne in Südamerika</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/batterien-grenzen-und-freundschaft/" data-type="post" data-id="659">Batterien, Grenzen und Freundschaft</a></p>
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		<title>Ein Ende und ein Anfang: der Darien Gap</title>
		<link>https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/ein-ende-und-ein-anfang-der-darien-gap/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Oct 2025 23:53:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kolumbien]]></category>
		<category><![CDATA[Panama]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Zentralamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Land Cruiser]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Strasse endet, doch das Abenteuer geht im Norden weiter, dafür müssen wir zuerst den Darien Gap umschiffen. Natürlich nie so einfach, wie erwartet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Strasse endet vor dem undurchdringlichen Dschungel. Mit dem Fahrzeug ist kein Durchkommen möglich. Die Panamericana, die längste Strasse der Welt, hört in Kolumbien einfach auf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Fakt, den überraschend viele Leute nicht kennen. Die Strasse, die den amerikanischen Kontinent über 30.000 Kilometer hinweg verbindet, ist ein unterbrochenes Projekt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">106 Kilometer trennen den Norden und den Süden. Zwischen Panama und Kolumbien. Dazwischen liegt ein undurchdringlicher Dschungel, der immer wieder für Schlagzeilen sorgt: Migration und Drogen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein chaotisches Verschiffen</h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sind am Ende unserer Reise durch Südamerika angekommen. Von Venezuela aus geht es zurück an die kolumbianische Küste in die Grossstadt Cartagena. Jetzt steht einer der mühsamsten Abschnitte der Fahrt in den Norden bevor: die Container-Verschiffung.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen.jpg" alt="" class="wp-image-1885" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen.jpg 576w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/Dariengap_ausladen-169x300.jpg 169w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein ausgeräumtes Auto.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Seit Wochen stehen wir mit Ana, unserer Logistikerin, in Kontakt. Alles wird per WhatsApp organisiert und abgemacht. Es ist nur leicht mühsam, denn wie überall in Lateinamerika muss man für jedes Detail mehrfach nachfragen. Ein Dokument mit den wichtigsten Angaben? Fehlanzeige. Ein Vertrag mit aufgelisteten Kosten? Wunschdenken. Im Gruppenchat gibt es nur ab und zu eine brauchbare Antwort auf unsere Fragen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ana gilt zwar als chaotisch, aber auch als zuverlässig. Uns bleibt ohnehin nichts anderes übrig, denn die Organisation mit den Behörden direkt ist noch mühsamer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir warten also auf Informationen, die immer in letzter Minute kommen, und dann soll es schnell erledigt werden. Ein Beispiel ist die Vollmacht, die sie benötigen, um die Zollformalitäten abzuwickeln. Diese muss beim Notar beglaubigt werden und könnte gut vorher vorbereitet sein. Nur kommt sie einen Tag vor dem Wochenende, und am Montag muss schon alles beim Zoll durch sein. Ganz toll.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch auch das klappt. Der Landcruiser kommt zum Hafen, alles ist geputzt und aufgeräumt, die Gasflasche wurde am Abend zuvor im Park geleert. Der Tank ist nicht ganz auf Reserve.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein paar Vorgaben ignorieren wir einfach mal. Mal schauen, ob sie das kontrollieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Auto kommt in den Hafen und bleibt über Nacht dort. Es sei sicher, da passe jemand auf, garantieren sie uns. Unsere Überwachungskamera lassen wir trotzdem lieber laufen. Jetzt heisst es warten, bis die Polizei den Termin für die Kontrolle bekannt gibt. Bei uns dauert es zwei Tage.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Einmal alles raus</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Kontrolle? Was das heisst? Das gesamte Auto ausräumen – zumindest für Michi. Ich darf nicht in den Hafen, denn Zugang haben theoretisch nur Fahrzeughalter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Cartagena ist der grösste Hafen Kolumbiens und das Land ist der grösste Kokainproduzent weltweit. Somit besteht eine konstante Gefahr des Drogenschmuggels. Ständig werden Tonnen von Kokain im Hafen sichergestellt – und deshalb sind die Kontrollen auch so streng. Das gesamte Fahrzeug muss ausgeräumt werden und der Container wird zudem noch einer Probebohrung unterzogen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Frage ist nur: Wie kann es sein, dass trotzdem so viel durchkommt? Natürlich mit Geld. Drogenschmuggel und Korruption gehen bekanntlich Hand in Hand. Für die „armen” Reisenden heisst es: einmal alles ausräumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ausräumen, kurze Inspektion – aber nur auf Drogen, der Rest interessiert niemanden. Die Autos kommen in den Container. Das gesamte Prozedere dauert etwa fünf Stunden. Anschließend wird der Container geschlossen und doppelt versiegelt.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Jetzt heisst es wieder warten.</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1886" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_container.jpg 899w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Versiegelter Container.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Darien Gap muss mit dem Auto umfahren werden. Die Strasse wurde wegen des schwierigen Terrains nie gebaut und jetzt verhindern wirtschaftliche und politische Interessen sowie der Naturschutz den Bau. Zu Fuss kommt man zwar durch den Dschungel, einen echten Weg gibt es aber auch für Fussgänger nicht. Ausserdem sind neben den Gefahren durch Krankheit und Unfall die Banden ein Riesenproblem. Das ist sehr gefährlich für alle.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Boot kommt man ebenfalls nach Panama, doch auch da heisst es dann entweder das letzte Stück mit dem Flugzeug zurücklegen oder durch den Dschungel wandern. Wir entscheiden uns für die bequeme Variante: einen Flug von Cartagena nach Panama.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Containerverschiffung ist teuer, vor allem für die kurze Strecke. Der Preis ist so hoch, weil das gesamte Prozedere Kosten verursacht, d. h. Hafen- und Containergebühren sowie der Transport an sich. Der Preis liegt bei etwa 4.600 US-Dollar für zwei Parteien. Und das ist noch die günstigste Option.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eigentlich wäre die Strecke sehr gut für eine Fähre geeignet, denn die Überfahrt dauert keine 24 Stunden, da es nur etwa 540 Kilometer sind. Es gab auch eine, die jedoch unwirtschaftlich war und daher eingestellt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem Containerschiff dauert alles länger. Erst zehn Tage nach Abgabe dürfen wir das Auto am Hafen von Colón an der Karibikküste Panamas abholen. Das Bargeld für den Agenten in Panama sowie unser wenig Gepäck für die zwei Wochen haben wir dabei.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch hier erfahren wir erst am Vortag eine Art Bestätigung. Boris, der Agent, erwartet uns im Hafen von Colón. Wir fahren mit dem Bus von Panama-Stadt aus und steigen bei einer Tankstelle aus. Im Café treffen wir ihn, übergeben ihm die Pässe und Fahrzeugdokumente, woraufhin er mit diesen verschwindet. Für uns heisst es erneut warten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Steiler Einstieg in Zentralamerika</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1894" style="width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/10/dariengap_abfahrt.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Abfahrt von der Rampe.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Fünf Stunden später holt er uns ab und sagt, alles sei bereit. Die Container stehen auf den Anhänger auf einem schlammigen Platz. Eine Abfahrtsrampe? Fehlanzeige. Dafür gibt es einen Abschleppwagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie die Entladung erfolgt? Man fährt auf den Abschleppwagen, der etwas vorfährt und die Rampe steil stellt und das Auto runterrollen lässt. Für uns ist das kein Problem, da unser Auto hoch liegt. Für tiefergelegte Autos wird es jedoch sehr, sehr knapp. Aber am Ende landen alle sicher im Schlamm.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zollbeamtin kommt noch vorbei, überprüft die Chassis Nummern und gibt das OK. Wir bekommen alle Papiere ausgehändigt, übergeben das Geld, noch ein kurzes Winken, danke. Schnell Wasser auffüllen, einkaufen und tanken, dann heisst es: Auf ins Zentralamerika-Abenteuer!</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/whatsapp-das-kommunikationsmittel/" data-type="post" data-id="1223">WhatsApp in Südamerika</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/suedamerika-was-heisst-gefaehrlich/" data-type="post" data-id="1682">Ist Südamerika gefährlich?</a></p>
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		<title>Einmal alles: Strassenverhältnisse in Südamerika</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2025 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
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					<description><![CDATA[Südamerikanische Strassen sind vielfältig, es gibt alles und man kann seine Routen dem Fahrzeug entsprechend wählen. Doch auch Nationalstrassen können hier abenteuerlich sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<h2 class="wp-block-heading">Abwechslungsreich</h2>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">So sind die Strassen in Südamerika. Sie sind sehr unterschiedlich und die Verhältnisse ändern sich oft je nach Jahreszeit. Doch im grossen und ganzen sind die Länder mit jedem Typ Fahrzeug befahrbar. Nur die Strecken muss man dementsprechend wählen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Autobahnen und Mautstrassen</strong></h3>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-768x1024.jpg" alt="Strassenbau auf dem Weg nach Machu Picchu" class="wp-image-1464" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_peru-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Strassenbau auf dem Weg nach Machu Picchu</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Hauptrouten sind geteert, es gibt meistens gute Schnellstrassen und auch Autobahnen. Vor allem zwischen den grossen Städten kommt man gut vorwärts. Meistens bezahlt man eine Maut, je nach Land ein paar wenige Cents wie in Bolivien, (obwohl ihre Tarife sehr intransparent waren) oder fix immer einen Dollar wie in Ecuador.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Autobahnen sind in guten Zustand und eigentlich immer mit Maut belastet. Nur die Bremsschwellen, die zur Geschwindigkeitsbegrenzung genutzt werden, sind eine grosse Gefahr. Die meisten einheimischen Autofahrer, auch solche mit Top-Geländewagen, bremsen kurz vorher sehr stark ab, da läuft man Gefahr aufzufahren – mehr Abstand halten lohnt sich. Und natürlich, darf man nicht vergessen, dass man auf der Autobahn alles antrifft: Spaziergänger, Mopedfahrer, Reiter, Kühe, Lamas, alles was vorstellbar ist.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Schlamm und Schlaglöcher</strong></h3>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die Landstrassen können gerade erst neugemacht sein oder viele Löcher haben. Die Bergstrassen sind auch immer eine Wundertüte – auch wenn sie eine Nationalstrasse sein sollen, heisst es noch lange nicht, dass man da überhaupt 50 km/h fahren kann.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1462" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-1024x768.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-300x225.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/Strassenverhaeltnisse_brasilien-2000x1500.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Am Luft ablassen in Brasilien.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Die kleineren Strassen können Löcher haben und man muss immer auf alles gefasst sein. Doch das gilt für überall. Da bietet sich ein hochgelegtes Auto an. Es muss nicht mal zwingend 4&#215;4 sein, aber einen zweiradantrieb ohne Höherlegung ist durchaus limitiert. Und vor allem wird jedes Schlagloch (davon gibt es viele) zur grösseren Zitterpartie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann gibt es die nicht geteerten Strassen: manche sind genial, andere fast nicht befahrbar. Das hängt vor allem davon ab, wann sie das letzte Mal instandgehalten wurden und ob es gerade Regenzeit ist. Somit können sich die Verhältnisse innerhalb Monate, bzw. von einem Tag auf den anderen verändern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Berge könne abrutschen, da gibt es stellen, die bekannt dafür sind. Dann bleibt von der ursprünglichen Strasse nicht viel übrig, ein Durchkommen kann man gleich vergessen. Die einheimischen Busfahrer wissen aber meist wie die Lage gerade aussieht. Nachfragen hilft, oder umdrehen, wenn’s nicht weiter geht.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ist <strong>Allrad Pflicht?</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten strecken sind ohne 4&#215;4 befahrbar; wenn es sehr schlammig oder steil ist, sind wir trotzdem froh darüber, oft gibt es aber auch alternative Strecken, die einfacher sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das eigene Fahrkönnen ist unserer Erfahrung nach fast wichtiger als ob man zwei- oder vierrad-Antrieb hat. Manche Fahrer kommen mit ihrem 2WD weiter als jeder Geländewagenfahrer. In einen guten Off-Road-Fahrkurs vor der Reise zu investieren lohnt sich, da lernt man auch gleich das Auto besser kennen.</p>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Drei Mal ging’s nicht mehr weiter</strong></h3>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1463" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse_ecuador-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Strassenbau in Ecuador.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Steckengeblieben sind wir erst drei Mal: einmal, weil es über Nacht so regnete, dass wir die schlammigen landwirtschaftlichen Strässchen nicht fahren konnten. Da mussten wir halt ein Tag warten bis es trocknete. Ein Ander mal, hat es auch geregnet, und wir sind ein Stück hochgefahren, wo eigentlich auch keine wirkliche Strasse war – aber wir wollten zu dieser Brücke. Dank Druck ablasen und Sandblech kamen wir wieder raus. Und ein andermal wurde die Strasse komplett weggeschwemmt; da mussten wir warten, bis wieder einen weg gebaut wurde. Wir waren aber zum Glück nie in Gefahr.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">In Bolivien steckten wir eine Weile fest, da es Proteste mit Strassensperrungen gab, doch wir lernten viele Einheimische kennen. In Argentinien mussten wir mal 200 Kilometer zurück fahren, die Flussdurchquerung ging nicht – zu viel Wasser.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Also eigentlich ist DER Regen, der entscheidende Faktor. Dann heisst oft warten bis es aufhört und bis die Strasse etwas getrocknet ist oder eine andere Route suchen.</p>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Strassenarbeiten und Uhrzeiten</strong></h3>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Ein oft vergessenes Detail sind Strassenarbeiten. Im Unterschied zu Europa, sperren sie hier gerne die Strasse einfach ganz, ohne eine Umweg zu gewährleisten, und ohne dass man auf einer Bahn weiterhin den Verkehr lenken könnte. Dann ist entweder gleich der ganze Tag die Strasse gesperrt – so passiert in Ecuador von 9 bis 18.00 Uhr war kein durchkommen. Oder Stundenweise, wie in Peru als wir nach Machu Picchu fuhren. Dann arbeiten sie 2 Stunden und machen dann eine Stunde Pause, dass die Fahrzeige fahren können.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1461" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/05/strassenverhaeltnisse-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ups, keine Strasse mehr.</figcaption></figure>
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</div>



<p class="wp-block-paragraph">Toll sind die vielen Schilder mit den Zeitangaben – wenn sie denn auch eingehalten werden würden. Es kann sein, dass es eine Stunde länger geht – oder zwei -; dass gar nicht mehr gearbeitet wird, dann heisst es «freie Fahrt». Zur Erinnerung: Zeitangaben sind sowieso immer nur zur Orientierung gemeint und nie verbindlich in Südamerika.</p>
</div>
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
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<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong>Humor und Flexibilität</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Ich sitze, während ich den Text schreibe, mal wieder in einer Schlange. Sie müssen eine Leitung reparieren, dafür wurde gleich alles gestoppt. Den ganzen Tag von 9 bis 18 Uhr. Obwohl nur ein Bagger arbeitet. Dafür haben sie es beim Abzweiger schon angekündigt. Gleich zwei Frauen standen da mit einem handgeschriebenen Kartonschild – wie aus der Schulzeit. Sie meinten nur auf der Webseite des Ministeriums seien die Strassenarbeiten vor einer Woche angekündigt worden; aber niemand wäre auf die Idee gekommen ein Schild dahin zu stellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir lachen nur und wissen gleich, dass wir sowieso die 4 Stunden (bis 18 Uhr) oder eher die 6 Stunden, warten werden. Denn die Umfahrung geht ganze zwölf Stunden und 300 Kilometer länger.</p>
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</div>



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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
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		<title>Die lustige Welt der Reisenden – Klischees inklusive</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Reisen und Reisende gibt es Tausende und irgendwie sind wir doch kategorisierbar. Ein humorvoller Ausflug in die Arten des Overlanding.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph">Auf Reisen begegnet man ständig anderen Abenteurern. Doch kaum sieht man das Fahrzeug oder hört den Akzent, sind die Schubladen schneller offen als die Hecktür eines Campers auf einem staubigen Rastplatz. Aber bevor hier Missverständnisse aufkommen: Egal, woher man kommt oder worin man schläft – die Hilfsbereitschaft unter Reisenden ist riesig! Trotzdem gibt es wiederkehrende Muster, die einfach zu gut sind, um sie nicht mit einer Prise Humor zu kategorisieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die meisten Reisenden kommen aus Europa. Viele Deutsche und Schweizer – klar, die haben Geld. Franzosen? Logisch, aber meistens mit einer Horde Kinder im Wohnmobil. Spanier? Vor allem Katalanen, die andern sind weniger abenteuerlustig. Ein paar verstreute Österreicher, die sich leise durchs Abenteuer schleichen. Osteuropäer? Wenige, aber oft mit deutschen oder schweizer Nummernschild, weil sie inzwischen dort wohnen.<br>Dazu gesellen sich einige Nordamerikaner (Amis und Kanadier), ein paar Südamerikaner (hauptsächlich Argentinier und Brasilianer) und – Überraschung! – so gut wie keine Asiaten oder Afrikaner. Aber egal, woher man kommt, jeder passt in eine dieser Schubladen:</p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Die verschiedenen Arten von Reisenden</strong></h2>



<h3 class="wp-block-heading"><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f690.png" alt="🚐" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Laaangzeitreisenden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Seit Jahren unterwegs, oft im Ruhestand und in Fahrzeugen, die besser ausgestattet sind als so manche Stadtwohnung. Deutsche bevorzugen ihren zuverlässigen Iveco, Schweizer lieben den Mercedes Sprinter – aber beide Gruppen haben eins gemeinsam: Sie haben eine Lösung für absolut jedes Problem.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f468-200d-1f469-200d-1f467-200d-1f466.png" alt="👨‍👩‍👧‍👦" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Reisefamilien</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens Franzosen, die ihre Kinder in rollenden Klassenzimmern unterrichten. Ihr Wohnmobil ist gleichzeitig Schule, Küche, Schlafzimmer und Abenteuerspielplatz – und irgendwie funktioniert&#8217;s.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/23e9.png" alt="⏩" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Express-Reisenden</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">«Alaska bis Ushuaia in sechs Monaten? Kein Problem!» – denken sie zumindest. Meistens junge Leute, die sich eine Auszeit nehmen und dann merken, dass Amerika doch etwas grösser ist als erwartet. Sie sind in Vans unterwegs und haben es immer eilig – warum auch immer.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4b0.png" alt="💰" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Low-Budget-Reisenden</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Oft Argentinier, die unterwegs Kunsthandwerk verkaufen. Sie brauchen ewig, um voranzukommen, aber sind dafür echte Überlebenskünstler. Ihre Lagerplätze? Die Hauptplätze der Dörfer – immer dort, wo die besten Verkaufschancen bestehen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f6ab.png" alt="🚫" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Camping-Hasser</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Campingplatz? Pff, unnötig. Sie haben schliesslich alles dabei! Brauchen nix! Aber für ein 200&nbsp;000-Dollar-Expeditionsmobil mit Satellitenantenne, Warmwasserheizung und Ofen war natürlich Geld da.</p>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3d5.png" alt="🏕" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Camping-Abhängigen</strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sie fahren ausschliesslich von Campingplatz zu Campingplatz – denn „Freistehen ist viel zu gefährlich“. Die Route ist genau berechnet, das Risiko minimiert. Abenteuer? Nein, danke! Man bleibt lieber in der sicheren Blase der gut bewerteten Stellplätze.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f6cf.png" alt="🛏" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die, die einen Camper haben, aber immer im Hotel schlafen</strong></strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Warum? Keiner weiss es. Vielleicht dachten sie, Campen wäre romantischer, bis sie die erste Nacht im Auto verbringen mussten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f699.png" alt="🚙" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Mietcamper</strong></strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sie mieten sich für ein paar Monate ein Wohnmobil, vor allem in Patagonien. Ihr Hauptproblem? Sie haben keine Ahnung, wie das Ding funktioniert. Der Vermieter übrigens auch nicht. Und sobald das unvermeidliche Problem auftritt, weiss niemand, was zu tun ist. Chaos vorprogrammiert.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f389.png" alt="🎉" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Locals oder Wochenend-Reisenden</strong></strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Wochenende wird der Pickup vollgepackt: Stühle, Tische, eine Kühlbox, die Grossmutter und – ganz wichtig – die grösste Musikbox, die man finden kann. Ziel: Strand oder Fluss, um zwei Tage lang das Leben zu geniessen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f3cd.png" alt="🏍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Motorradreisenden</strong></strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Meistens alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs, dafür mit ordentlich Speed. Sie lieben Hostels, sind super mit lokalen Motorradclubs vernetzt und haben immer eine spannende Route parat.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong><strong><strong><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f9ed.png" alt="🧭" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Abenteurer</strong></strong></strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Gepflasterte Strassen? Igitt! Touristische Hotspots? Bloss nicht! Sie suchen sich den holprigsten, abgelegensten Weg, den sie finden können – je weniger Leute dort waren, desto besser. Asphalt ist ihr natürlicher Feind.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Und wir? Naja, wir lassen euch entscheiden, wo wir reinpassen. Wahrscheinlich ein bunter Mix aus allem – die beste Art zu reisen! <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f60e.png" alt="😎" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f44d.png" alt="👍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum Schluss noch eine Auswahl an Fahrzeugen, damit ihr euch ein Bild machen können.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="782" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_lkw-1024x782.jpg" alt="" class="wp-image-1320" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:250px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_lkw-1024x782.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_lkw-300x229.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_lkw-2000x1526.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_lkw.jpg 2048w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="725" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_landis-1024x725.jpg" alt="" class="wp-image-1319" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:250px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_landis-1024x725.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_landis-300x213.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/03/Reisende_landis.jpg 1670w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>
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		<title>WhatsApp: das Kommunikationsmittel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Argentinien]]></category>
		<category><![CDATA[Bolivien]]></category>
		<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuador]]></category>
		<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Uruguay]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Land Cruiser]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Hier in Südamerika gibt es nur ein Weg mit Behörden, Spitäler, Tourenanbieter und Autogaragen zu kommunizieren: WhatsApp. Doch eine richtige Antwort bekommt man auch dann nicht immer.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<p class="wp-block-paragraph">Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie ihr mit Firmen, Spitälern und Behörden kommuniziert?</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Schweiz läuft vieles immer noch über einen Telefonanruf, manchmal gibt es ein Online-Formular und dann die Bestätigung per Mail. All diese Möglichkeiten gäbe es auch hier, zumindest theoretisch, denn in Südamerika gibt es nur ein einziges Kommunikationsmittel, das wirklich funktioniert. Es wird für alles genutzt, egal ob Polizei, Spital, Fluggesellschaft, Touren oder Ersatzteile. Nämlich WhatsApp!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier ohne WhatsApp zu reisen macht das Leben wirklich kompliziert. Man kann zwar eine Mail schreiben (wenn man überhaupt eine Mailadresse findet), aber man bekommt selten eine Antwort. Anrufen geht auch, aber meistens ist immer besetzt oder man erreicht sowieso nicht die richtige Person. Zum Beispiel hat mir Toyota Peru die Nummer der nächsten Toyota-Garage gegeben. Ich habe 20 Mal versucht, sie zu erreichen. Es hat kein einziges Mal geklappt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man bei der Fluggesellschaft nachfragen möchte oder einen Flug umbuchen will: nur über WhatsApp. Andere Kontaktmöglichkeiten gibt es nicht. Zumindest hier im Süden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Eine Anzeige, eine Versicherung und ein Grenzübergang</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Polizei will immer eine WhatsApp-Nummer haben. Bei unserem Unfall haben wir eine Anzeige erstattet und gleich bei den Kontaktdaten steht statt Telefonnummer bitte WhatsApp-Nummer angeben. Oder wenn man wissen will, wie die Sicherheitslage ist, kann man der Touristenpolizei eine WhatsApp senden, mit der Region, über die man etwas wissen will, und bekommt schnell und unkompliziert eine Antwort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Einfuhrerlaubnis für das Auto in Peru hat Michi auch per WhatsApp bekommen. Naja, nicht ganz, zuerst sollte sie per Mail kommen, aber das hat nicht geklappt. Zum Glück muss man den Empfang bestätigen. Als keine Bestätigung kam, haben sie per WhatsApp geschrieben und alles nochmals per App geschickt. Es ist eben einfacher, eine Nummer richtig einzutippen, als eine Mailadresse mit fremden Namen richtig zu schreiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gleich am Grenzübergang in Ecuador hatten wir ein weiteres neues Erlebnis: Die Computer am Zoll funktionieren nicht (schon seit Monaten) und so kann der Zoll keine Papiere ausstellen. Aber das ist kein Problem, die Zöllner vor Ort schauen sich die Papiere an, machen ein Foto und schicken das Ganze per WhatsApp an den Hauptsitz. Dort kümmert man sich darum, dass das Dokument ausgestellt wird. Das wird wieder per Chat zurückgeschickt und vom Zöllner ausgedruckt. Das klappt wunderbar, dauert nur ein paar Stunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Peru wird sogar die Autoversicherung (SOAT) per WhatsApp gekauft. Man schreibt, was man braucht, bekommt die Bedingungen und einen Paypal-Link. Darüber bezahlt man und bekommt dann die elektronische Kopie über den Chat. Das Ganze dauert keine 10 Minuten.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Schwierige Frage: «Was kostet es?»</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt suchen wir nach Ersatzteilen. Das geht auch am besten über die App. Schreiben was man braucht, Foto dazu und auf Antwort warten. So hat man immer auch alles schriftlich. Wenn wir eine bestimmte Tour machen wollen, fragen wir die Anbieter auch meistens per WhatsApp an.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber nur weil man eine WhatsApp verschickt und eine Antwort zurückkommt, heisst das noch lange nicht, dass die Frage auch beantwortet wurde. Das ist manchmal mühsam. Oft wird irgendwas zurückgeschrieben und man muss die gleiche Frage mehrmals stellen, bis sie beantwortet wird. Die Touranbieter sind da Spezialisten. Wir haben auch schon einfach nicht mehr reagiert, wenn wir um ein Angebot gebeten haben, aber nie ein Preis kam. Trotz mehrmaliger gezielter Nachfrage. «Was kostet es?» scheint eine schwierige Frage zu sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Reisende ist das Chatten auch ein Vorteil, vor allem wenn man kein Spanisch spricht. Denn man kann alles übersetzen und muss nicht sofort reagieren wie bei einem Anruf. Telefonieren ist da schon schwieriger.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wie sieht es aus mit dem Datenschutz? Wird hier nicht gerade gross geschrieben, egal ob Behörden, Spitäler, Zoll… Es ist einfach zu bequem. Tja, damit müssen wir leben. WhatsApp wird sich sicher freuen, dass es hier so rege genutzt wird <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f605.png" alt="😅" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>
</div>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Tanken in Südamerika: ein Abenteuer zwischen Preisen, Bürokratie und Glück</title>
		<link>https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/tanken-in-suedamerika-ein-abenteuer-zwischen-preisen-buerokratie-und-glueck/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 May 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Brasilien]]></category>
		<category><![CDATA[Chile]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Landcruiser]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
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					<description><![CDATA[Tanken kann so einfach sein, oder auch nicht. Hier ist es jedenfalls auch immer mal wieder ein Abenteuer.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">In den meisten europäischen Ländern ist Tanken eine einfache Angelegenheit. In Südamerika hingegen, kann jeder Stopp an einer Tankstelle zum Abenteuer werden. Auf diesem Kontinent variieren die Preise stark, die Verfügbarkeit ist ein Problem und die Vorschriften für Ausländer erschweren den Vorgang.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading">Hohe Preise, aber Treibstoff vorhanden</h3>
</div>
</div>



<p class="wp-block-paragraph">In Brasilien zum Beispiel ist Diesel von guter Qualität und an den Hauptstrassen leicht erhältlich, obwohl es in abgelegenen Gebieten schwierig sein kann, eine Tankstelle zu finden. Die Preise sind auch höher. Dazu mehr in unserer <a href="https://travel.mylife4.net/6-monate-unterwegs-ein-rueckblick-in-zahlen/" target="_blank" rel="noopener" title="Statistik">Statistik</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Paraguay, Chile und Uruguay ist die Situation ähnlich. Argentinien und Bolivien stellen jedoch eine Herausforderung dar.</p>
</div>
</div>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-0e47273b wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized has-custom-border is-style-rounded"><img decoding="async" src="https://travel.mylife4.net/wp-content/uploads/2024/05/petrol_argentina-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-835" style="border-radius:10px;aspect-ratio:4/3;object-fit:cover;width:350px"/><figcaption class="wp-element-caption">Warteschlange in Patagonien. Foto von Chanti.</figcaption></figure>
</div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<h3 class="wp-block-heading">Erst gab es Engpässe, dann stiegen die Preise</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Argentinien war wechselhaft. Im Oktober 2023 kam es zu einer Treibstoffknappheit mit langen Schlangen an den Tankstellen. In abgelegenen Gebieten mit grossen Entfernungen wie Patagonien war es wichtig, so oft wie möglich zu tanken. Allerdings waren die Preise zu dieser Zeit aufgrund des Wechselkurses (0,53 US$/l) relativ niedrig. Also haben wir trotz der Wartezeit so oft und viel getankt, wie wir konnten.</p>
</div>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Situation änderte sich nach der Wahl von Milei und der Angleichung des offiziellen Dollars an den Blue Dollar, was aufgrund der Inflation nicht nur des argentinischen Pesos, sondern auch des Dollars zu einem Preisanstieg (fast 1,04 US$/l) führte. Die Verfügbarkeit war jedoch besser, auch wenn es immer noch Schlangen an den Tankstellen gab.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Sonderpreis für Ausländer</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bolivien ist dagegen ein Sonderfall. Das Land arbeitet mit hohen Subventionen, Treibstoff wird seit 19 Jahren subventioniert. Im Jahr nach der Einführung des Festpreises gab es eine kleine Preisanpassung. Evo Morales versuchte 2010, den Preis erneut anzupassen, stiess aber auf grosse Proteste, die ihn zwangen, die Massnahme rückgängig zu machen. Die Subventionierung kostet den bolivianischen Staat jährlich 1,4 Milliarden Dollar.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Da die Bevölkerung Preiserhöhungen radikal ablehnt, versuchen die Regierungen, die Kosten durch eine Veränderung der Energielandschaft zu senken, z.B. durch die Förderung von Erdgas oder Biokraftstoffen. Der Mangel an Dollars erschwert die Versorgung des Landes zusätzlich, so dass es immer wieder zu langen Schlangen an den Tankstellen kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bolivianer kaufen Treibstoff für rund 0,54 US$/l, Ausländer zahlen den Standardpreis von rund 1,27 US$/l. Theoretisch. In der Praxis ist Tanken Glückssache.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized has-custom-border is-style-rounded"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2024/05/WhatsApp-Bild-2024-05-13-um-05.02.57_3d6f70f0-3-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-842" style="border-radius:10px;aspect-ratio:4/3;object-fit:cover;width:350px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2024/05/WhatsApp-Bild-2024-05-13-um-05.02.57_3d6f70f0-3-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2024/05/WhatsApp-Bild-2024-05-13-um-05.02.57_3d6f70f0-3-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2024/05/WhatsApp-Bild-2024-05-13-um-05.02.57_3d6f70f0-3.jpg 900w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Zapfsäule in Argentinien.</figcaption></figure>
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<h3 class="wp-block-heading">Auf der Suche nach Tankstellen</h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Um in Bolivien tanken zu können, muss man sein Nummernschild in das System eingeben, aber nicht alle Tankstellen (auch wenn sie einem helfen wollen) können ausländische Nummernschilder erfassen. Dann gibt es Kameras (ob die funktionieren, ist fraglich), um &#171;Diebstähle&#187; zu vermeiden. So kommt es manchmal vor, dass man nicht tanken kann und sich eine andere Tankstelle suchen muss. Unsere Freunde (Benziner) mussten 11 &#8211; elf &#8211; Tankstellen anfahren, bis sie eine fanden, an der sie tanken konnten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um sich das Leben zu erleichtern (und etwas billiger zu kommen), wird oft gebeten, &#171;ohne Rechnung&#187; zu tanken und einen Preis zu vereinbaren (variiert zwischen 0,70 und 1&nbsp;US$/l). Der Tankwart gibt dann das Kennzeichen eines anderen Fahrzeugs mit ähnlichen Merkmalen ein, insbesondere eines Fahrzeugs mit der gleichen Treibstoffart (Benzin oder Diesel, da dies im System festgelegt ist) und einem Tank mit ähnlicher Grösse. Natürlich behalten sie die Differenz zwischen dem offiziellen und dem vereinbarten Preis. Korruption? Nun ja&#8230;</p>



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<h3 class="wp-block-heading">Ein grosser Tank bringt viel</h3>
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<p class="wp-block-paragraph">In unserem Fall haben wir einen 270-Liter-Tank. Das hat uns die Reise erleichtert. Ausserdem konnten wir während der drei Monate immer zum ortsüblichen Preis, mit kleinem Trinkgeld, tanken. Einfach, weil wir den Luxus hatten, nach dem Dieselpreis fragen zu können und zu gehen, wenn er zu teuer war. Anders wäre es gewesen, wenn wir keine andere Wahl gehabt hätten, als zu nehmen, was wir kriegen konnten.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es stimmt, dass wir Ausländer sind und es uns leisten können, den internationalen Preis zu zahlen. Ausserdem zahlen wir keine Steuern im Land, dieberechtigen, von der Subvention zu profitieren. Aber es ist auch nicht so, dass das, was man zahlt, dem Staat zugutekommt. Kaum jemand, den wir kennen, hat eine Rechnung erhalten, selbst wenn er den internationalen Preis bezahlt und danach gefragt hat (wir wissen es nicht genau, aber wahrscheinlich landet das Geld nicht in der Staatskasse, sondern in den Taschen von irgendjemandem).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann ist da noch die Qualität des Treibstoffs. Das Auto unserer Freunde ging nicht mehr, er ist Mechaniker und als er es reparierte, fand er Metallstückchen und feste Partikel unbekannter Herkunft im Benzinfilter. Besser, man hat ein Auto mit einem nicht allzu empfindlichen Motor.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben in Südamerika definitiv gelernt, dass etwas so Einfaches wie Tanken zu einem Abenteuer oder einer endlosen Warterei werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben noch weitere südamerikanische Länder vor uns, also wird es sicher bald ein Update zu diesem Thema geben.</p>
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		<title>6 Monate unterwegs: Ein Rückblick in Zahlen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Apr 2024 10:00:00 +0000</pubDate>
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