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	<title>Lifestyle &#8211; Travel &amp; Wildlife</title>
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		<title>Wer schläft da neben uns? Eine Reportage über das Leben auf Amerikas Parkplätzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jul 2026 02:43:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Nordamerika]]></category>
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					<description><![CDATA[Campingplätze für horrendes Geld oder Parkplatz-Idylle? Als wir zwei Wochen in Salt Lake City verbringen, merken wir schnell: Die Autos um uns herum sind keine Reisenden. Sie sind das Zuhause von Menschen, die durch das soziale Netz der USA gefallen sind. Eine Reportage über ein unsichtbares Phänomen.]]></description>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der frisch Pensionierte mit zwei Autos</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">In der roten, zweisitzigen Corvette&nbsp;schlief ein alter Mann.&nbsp;Wir hatten es schon vermutet, doch erst unser neuer Nachbar konnte es bestätigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dieser neue 66-jährige Nachbar – nennen wir ihn Dave – ist privilegiert im Gegensatz zu dem Mann in der Corvette. Denn Dave steht da mit zwei Autos und wartet eigentlich nur auf den Verkauf seines Hauses. Dafür hat er sich vor zwei Monaten einen weissen Van für 5000 US-Dollar gekauft. Die schwarze Kia-Limousine, die daneben steht, braucht er, um sich in der Stadt zu bewegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die erste Nacht schläft Dave auf dem Parkfeld neben uns, in der darauffolgenden stellt er sich vor: “Ich bin seit 6 Jahren alleine, ich lade euch auf ein Bier ein.” Er hat zeitlebens auf dem Bau gearbeitet. Mit dem Geld hat er ein Haus, das in den 70er Jahren gebaut wurde, gekauft und jetzt verkauft er es, um in einen billigeren Bundesstaat zu ziehen.&nbsp;Während er auf Käufer wartet, lebt er im Auto, er duscht im Fitness Center dank dem 10 US-Dollar Monatsabo und hofft auf baldige Käufer zu treffen. Sobald das Haus verkauft ist, verschenkt er seinen neuen alten weissen Van vielleicht an einen Obdachlosen. Wieso er nicht im Haus weiterleben kann, das kann er uns nicht erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Bier ist ausgetrunken. Es haben sich noch mehr Fahrzeuge auf dem grossen Parkplatz des Fitness Center eingefunden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein grüner Bus mit gelben Sonnenblumen steht mehr schräg als recht auf dem geraden Parkplatz. Aus einem vollgepackten weissen Lieferwagen schaut uns eine Katze an. Ein moderner Sprinter parkt um die Ecke, die Frau steigt&nbsp;mit ihrer Katze&nbsp;im Rucksack aus dem Fahrzeug aus. Ein alter Wohnwagen, der eigentlich verlassen und fahruntüchtig aussieht, steht am nächsten Morgen nicht mehr da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mehrere SUV und Limousinen stehen vor dem Fitness Center. Menschen kommen und gehen, die ganze Nacht hindurch. Manche fahren nachhause, doch viele steigen auf der Rückbank ein. Die Sonnenschutzblenden halten die aus Stoffresten gemachten Vorhänge, um die Fenster zu verdecken. Was am Tag die Sonne und die Hitze draussen hält, versteckt nachts das gedimmte Licht im Innern der Fahrzeuge.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Zwischen Bibliothek und Fast Food: Unser eigener Alltag</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="578" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-578x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2743" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-578x1024.jpg 578w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-2000x3546.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260508_171908-scaled.jpg 1444w" sizes="(max-width: 578px) 100vw, 578px" /><figcaption class="wp-element-caption">Endlich fertig genäht. Eine ganze Woche haben wir die freizugänglichen Nähmaschinen der Bibliotheken Salt Lake Citys benutzt, um neue Kissenbezüge zu nähen.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Wir verbringen zwei Wochen in Salt Lake City. Da die Campingplätze horrend teuer sind, gesellen wir uns zu den Parkplatzbewohnern. Tagsüber benutzen wir die gratis Nähmaschinen und Infrastruktur in den öffentlichen Bibliotheken. Essen gibt es am Tacostand, 6-Dollar-Sushi im Supermarkt oder das 5-Dollar Menü bei McDonalds – gesund ist anders. Für Abends lösen wir ein Fitness-Probeabo, treiben Sport und duschen warm. Dann ab ins Auto, mit dem geschlossenen Dach, schlafen wir im unteren engen Bett.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir fühlen uns unwohl mitten in der Stadt das Dachzelt zu öffnen, ausserdem versucht hier jeder nicht aufzufallen. Ein offenes Dachzelt wäre zu offensichtlich – und es gibt immer weniger Orte, an denen Menschen über Nacht parken dürfen. Deshalb lieber unauffällig bleiben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umstände sind zwar nicht die gemütlichsten, doch wir lernen viel: über unsere Parkplatznachbarn, über Salt Lake City, die Gym-Bros, wo es günstig zu essen gibt. Mit der Zeit, lernt man auch, die bewohnten Autos zu erkennen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Isaac und der Lieferwagen voller Katzen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Der Lieferwagen mit der Katze gehört Isaac. Eines Abends, als Michi aus dem Fitness Center zurückkehrt, fragt ihn Isaac, ob er nicht kurz vorbeischauen will. Er hätte neugeborene Kätzchen. Neugierig schaut Michi bei ihm rein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es stimmt: Die kleinen Katzen spielen im Innenraum, Isaac sitzt auf seinem rollenden Bürostuhl. Nach seiner Zeit bei der Armee, sei er zu seiner Mutter zurück, und bekäme Psychopharmaka. Als die Mutter vor zwei Jahren gestorben sei, hätte er nur noch die Katzen, seinen Van und all das Zeugs, das in einem Lagerraum steckt, übrig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er fährt jeden Tag herum, erledigt, was er zu erledigen hat, und mittags steigt er mit seinem Kollegen aufs elektrische Skateboard, um seine Runden um das Fitness Center zu drehen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Viele Menschen in den USA leben vollzeit in ihren Fahrzeugen</strong></h3>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" width="1024" height="577" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-2742" style="object-fit:cover;width:400px;height:200px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-1024x577.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210252-2000x1126.jpg 2000w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Manche der Fahrzeughalter sind auch wirklich nur für das Fittnes Center da geparkt.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Es gibt keine exakten Zahlen zu der Anzahl Menschen, die effektiv in ihren Autos leben. Es ist auch schwierig zu quantifizieren. Manche sind tatsächlich obdachlos geworden und können sich keine Miete leisten, haben aber in ihrem Fahrzeug noch ein Dach über dem Kopf. Viele andere wählen dieses leben freiwillig.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gehören Overlanders in ihren topmodernen Mercedes Sprinter in diese Kategorie? Eher nein – es gibt schon einen Unterschied, ob man noch Dusche und Küche im Haus hat, oder ob man jeden Abend ins günstigste Fitness Center für fliessendes Wasser flüchtet und sich vom Take-Away des Supermarkts ernährt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Phänomen der “vehicular homelessness” – wie die Obdachlosigkeit im Fahrzeug in den USA genannt wird – variiert zwischen 400&nbsp;000 und über einer Million Menschen, je nach Quelle. Dabei kommt es eher auf die Definition an. Manche zählen freigewähltes Leben im Auto dazu, andere nur die Obdachlosen, die zwar keine Wohnung mehr haben, sich aber noch ein Fahrzeug und dessen Versicherung leisten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut dem Department of Housing and Urban Development (<a href="https://usafacts.org/articles/how-many-homeless-people-are-in-the-us-what-does-the-data-miss/">HUD</a>) waren 771 000 Menschen im Jahr 2024 in den USA obdachlos. Davon soll etwa die Hälfte in ihren Fahrzeugen leben. Das Fahrzeug ist essenziell in einem Land, wo alles darauf ausgerichtet ist. Deshalb gibt es viele, die zwar eine Arbeit haben, sich die Preise für eine Wohnung jedoch nicht leisten können, und deshalb lieber auf die Wohnung anstatt auf das Fahrzeug verzichten.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Das jähe Ende der roten Corvette</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man auf den Parkplätzen lebt, scheint es plötzlich komplett klar zu sein, welches Auto bewohnt ist. Manche Beispiele fallen sofort auf: mehr schlecht als recht fahrende Kisten, die eigentlich auf den Schrottplatz gehören. Doch da steht auch der blaue Sedan, der neue rote Jeep Cherokee, der schön umgebaute alte Ford Truck. Oder eben die rote Corvette, die jede Nacht am rechten Randstein unter dem Baum parkte.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-2747" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-1024x577.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260506_210249-2000x1126.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Isaacs hat neben den Bürostuhl auch immer noch Skier auf dem Gepäckträger. Hinten steht noch die Corvette.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Die verdunkelten Scheiben des Sportfahrzeugs lassen nur erahnen, wer drinnen sitzt. Nie steigt jemand aus – oder ein. Am Morgen ist der Zweisitzer wieder weg. Das Auto scheint viel zu eng, um darin zu leben. Doch wenn einem nichts anderes übrig bleibt, findet man auch darin genug Platz. Doch was macht man, wenn eines Morgens ein Lastwagen das Auto rammt und die Polizei es abschleppen lässt? Wo wird der alte Mann wohl jetzt übernachten? Wir finden es nie heraus. Dave konnte uns nur sagen, dass unsere Vermutung stimmte, in der Corvette schlief auch jemand.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir berichten davon unseren Bekanntschaften. Die Bibliothekarin aus Salt Lake meint sie hätte schon davon gehört, aber noch nie wahrgenommen. Eigentlich fast nicht zu glauben, wenn man denkt, wie viele es sind. Leider sind auch Leute mit guten Jobs von der Obdachlosigkeit betroffen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der junge Feuerwehrmann</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Auf einem anderen Parkplatz bei Walmart treffen wir auf Matthew. Er sei Feuerwehrmann und auch er lebt in seinem Auto. Matthew ist jung und da er für Waldbrände zuständig ist, wird er jeden Sommer in ein neues Gebiet versetzt. Ausserdem haben sie 14-Tage Bereitschaft. Wenn er dann nicht irgendwo im Wald an Löscharbeiten dran ist, schläft er manchmal auf der Feuerwehrwache oder halt irgendwo in der Stadt im Auto. Für ihn lohne es sich nicht, eine Wohnung zu mieten. Er wäre ja nur eine Woche im Monat überhaupt zuhause.</p>



<p class="wp-block-paragraph">An diesem Abend ist er auf Abruf. Er hat den Tag im Shopping Center verbracht, hat trainiert und gleich geduscht. Jetzt sucht er sich einen dunklen Stellplatz und baut seine kleine Pritsche im hinteren Teil des Trucks auf. Gegessen hat er Fast Food, zwar hat er einen kleinen Kocher, aber es lohne sich nicht wirklich selbst zu kochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auf diesem Walmart Parkplatz zählen wir kurz vor Mitternacht sicher 5 Autos, in denen Menschen schlafen. Wahrscheinlich sind es noch mehr, denn es stehen noch mehr Fahrzeuge da, bei vielen merkt man es gar nicht.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Unbekannte im roten Jeep</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">So wie bei dem roten Jeep Cherokee. Würde er nicht jeden Abend auf der gleichen Stelle parken und wir gleich daneben, hätten wir es wahrscheinlich nicht mal bemerkt. Das Auto sieht neu aus, gut gepflegt, sauber. Wer darin lebt? Wissen wir nicht so genau. Es ist eine Frau – eine Afroamerikanerin oder Latina.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bevor sie rückwärts – und blindlings &#8211; einparkt, zieht sie immer einen Vorhang. Sie ist während diesen zwei Wochen nie vor Ort ausgestiegen. Manchmal am Abend flimmert etwas Handylicht durch die Vorhangspalten. Nur einmal haben wir sie gesehen, vorbeifahren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vierzig Prozent der Obdachlosen 2024 sind Frauen. Viele davon leben in Fahrzeugen. Sie fühlen sich so sicherer. Und trotzdem anscheinend nie sicher genug. Denn sie will ganz offensichtlich nicht, dass man erkennt, dass sie als Frau alleine im Auto schläft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fragen die anderen, die wir auf dem Parkplatz kennengelernt haben: Auch sie kennen sie nicht. Niemand weiss, wie sie heisst oder sogar wie sie aussieht. Nur den gepflegten roten Jeep und ihre regulären Abwesenheitszeiten lassen darauf schliessen, dass sie einer Arbeit nachgeht.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Es werden weniger und irgendwie doch mehr</strong></h3>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="483" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-1024x483.jpg" alt="" class="wp-image-2748" style="width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-1024x483.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-300x142.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/07/20260505_193518-2000x943.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der rote Jeep und ein fahruntüchtiger Wohnwagen. Der schien aber unbewohnt, nur Isaacs Katze schien ihn hin und wieder auszukundschaften.</figcaption></figure>
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<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">Zwar sprachen offizielle Statistiken vor Jahren noch von sinkenden Zahlen, doch spätestens seit der Pandemie und der darauffolgenden Inflation schiessen die Zahlen der Wohnungslosen wieder massiv in die Höhe – wobei die Dunkelziffer in den Autos gigantisch ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Leben im Fahrzeug ist nicht angenehm. Die meisten haben keine Annehmlichkeiten wie Toilette oder Küche. Es sind ganz einfache PKWs, wie sie täglich auf den Strassen zu sehen sind. Nur das in der Nacht, die Rückbank im besten Fall, zum Bett wird.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es ist kompliziert nur schon die tägliche Logistik zu meistern: Essen, Toilette, Dusche. Und dazu kommt noch die Bürokratie, denn eine feste Adresse haben sie ja nicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben im Vergleich ein echtes Luxus-Setup. Und wir haben dieses Leben aus freien Stücken gewählt. Dazu gezwungen zu sein, jeden Abend allein zu verbringen, nie sicher zu sein, ob mal wieder die Polizei anklopft oder der Parkplatz wieder gesperrt wird. Wo und was man essen kann. Ist definitiv nicht erstrebenswert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Problem ist viel grösser als viele meinen. Es fällt anfangs kaum auf, bis man den Blick dafür trainiert hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann sieht man plötzlich auf jedem Parkplatz bewohnte Autos.</p>
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		<title>Von Tacos zu Waymos: Kaliforniens Hightech-Welt</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2026 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Kontrast könnte nicht grösser sein: Von der Einsamkeit Mexikos direkt auf die zehnspurige Autobahnen Kaliforniens. Ein Roadtrip zwischen Flugzeugträgern, SpaceX, autonomen Waymo-Taxis und uralten Mammutbäumen.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Kein Willkommensschild hängt entlang der Mauer, auch sonst kaum ein Hinweis auf das nächste Land – nur kleine mexikanische Läden, die die letzten echten Tacos an den Mann oder die Frau bringen wollen. Die Grenzbeamten lassen einen spüren, dass Herzlichkeit und Gastfreundschaft hier nicht mehr gratis sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten empfängt uns definitiv nicht mit offenen Armen – zumindest an der Landgrenze Mexiko-USA – dennoch lassen sie uns rein. Und somit fahren wir auf dem Highway direkt in die Zukunft, in den Golden State of California.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Ein Blick zurück, ein Blick nach vorn</strong></h3>
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<p class="wp-block-paragraph">Die sandigen Strecken weiten sich aus, werden zu Asphalt und immer breiter. Die Einfahrt nach San Diego auf einer zehnspurigen Autobahn ist ein gewaltiger Kontrast zur Abgeschiedenheit der Baja California. Wir versuchen die Gegenwart (oder doch eher schon die Zukunft?) zu verstehen. Dazu blicken wir von dem teuersten Parkplatz der Reise – immerhin mit exzellenter Aussicht – auf den ältesten modernen Flugzeugträger, die USS Midway. Zur selben Zeit, als sich der grösste jemals gebaute Flugzeugträger, USS Gerald Ford,&nbsp;im Nahen Osten aufhält, machen wir uns schlau, wo das Ganze überhaupt angefangen hat.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Museen können sie, die Amis, das ist die Erkenntnis des Tages. Die USS Midway zeigt eindrücklich, was für eine Schlagkraft dieses Land schon am Ende des Zweiten Weltkrieges innehatte. Veteranen, die selbst auf dem Schiff dienten, als das Durchschnittsalter der Soldaten an Bord knappe 19 Jahre war, erzählen, wie die Tage im hellerleuchteten und doch dunklen Unterdeck nie enden wollten. Die Sonne sahen nur die privilegierten Flieger, dann, wenn die Flugzeuge in die Luft katapultiert wurden. So anders wird es den jungen Soldaten auf See heute wahrscheinlich auch nicht gehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend erleuchtet eine nicht enden wollende Sternschnuppe den Himmel über San Diego. Doch der grösste Kondensstreifen, den wir je gesehen haben, ist nicht natürlichen Ursprungs. Es ist eine Falcon-9-Rakete. SpaceX schickt die nächste Runde Starlink-Satelliten in den Orbit; wie jede Woche, erklären uns zwei 20-jährige Nachtwanderer. Der erste Tag lässt uns spüren: Hier werden die Weichen der Zukunft gestellt – ob wir es toll finden oder nicht.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Menschen-Zoo und Geisterbahnen</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Über immense Autobahnen, so breit, dass Blauwale sich hier auch quer sonnen könnten, fahren wir Richtung Los Angeles. Und mutieren prompt zu Zoobesuchern der anderen Art. Wir laufen von Venice Beach der berühmten Strandpromenade entlang bis zum Santa Monica Pier.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein echtes urbanes Abenteuer, bei dem man aus dem Staunen nicht herauskommt: Wir beobachten Skater, die Gleichgewichtsübungen machen, und muskelbepackte Sportler, die schwerfällig eine weitere Wiederholung ansetzen. Hippies mit wildem Haarwuchs und Punks mit Haaren so grell, als hätte ein exotischer Vogel seine Federn verloren. Sonnenanbeter, die sich wie Seelöwen am Strand&nbsp;wälzen, und von der Hitze qualmende Jogger. Dazwischen die Touristen, die vor den Möwen fliehen, als ob Hitchcock Regie führen würde. Da übersehen wir vor lauter Menschen-Zoo doch glatt die echte, ausgestopfte Giraffe in der Mitte einer zweistöckigen Galerie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und wir? Wir suchen völlig fasziniert den Weg durch den Beton-Dschungel fast wie wenn wir in der Nacht im Dschungel auf Schlangensuche gehen. Was versteckt sich wohl hinter der nächsten Ecke?</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190858-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2726" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190858-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190858-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190858-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190858-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ein Waymo-Taxi mit allen Radaren und Sensoren. Dieses ist ein umgebauter Jaguar.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190653-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2720" style="aspect-ratio:1;object-fit:cover" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190653-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190653-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190653-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260407_190653-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Das Innere des Waymos. Michi als Beifahrer.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Rückweg wird dann zur echten Geisterbahnfahrt. Coras Schulfreund, der in LA aufgewachsen ist, hat alles organisiert: Ein Hallo per App, die Türen öffnen sich, wir steigen ein. Ein stumme&nbsp;Sprechanlage scheint uns zu flüstern: «Machen Sie es sich gemütlich auf den samtweichen Ledersitzen des Jaguars. Anschnallen nicht vergessen.» Der moderne Geist, geleitet von Sensoren, Radaren, Lidaren und Kameras, gibt Gas und reiht sich geschmeidig in den Verkehr ein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Waymo-Taxis sind ein absurdes Highlight. Das Gruselige ist nicht, wie sie fahren – sie fahren erschreckend korrekt, vorausschauend und angenehm. Das wirklich Gespenstische ist der Blick auf das leere Fahrersitz-Lenkrad, das sich wie von Zauberhand dreht. Und doch, man gewöhnt sich viel zu schnell daran.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zum farbigen Trubel rund um die Hollywood-Sterne passt dieses Sci-Fi-Gefühl perfekt. Am Walk of Fame stolpern wir zwar wegen der Security über keine echten Stars, dafür ist es ein echter Hindernislauf zwischen Lieferrobotern, die wie Wall-E über das Trottoir rollen.</p>
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<h3 class="wp-block-heading"><strong>Die Flucht zum General</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am Abend sind wir froh, von Freundeshand nach Hause chauffiert zu werden. Dort wartet die chinesisch-vietnamesische Mama mit Frühlingsrollen auf uns – das beste Abendessen, das wir in den ganzen USA haben werden.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2026/06/20260409_151629-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-2722" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260409_151629-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260409_151629-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260409_151629-2000x3553.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2026/06/20260409_151629-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">General Sherman mit Michi im Vordergrund. </figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sind voller neuer Sinneseindrücke darüber, was die Moderne alles zu bieten hat. Doch nach dieser High-Tech-Welt zieht es uns wieder zurück in die Natur. Wir fliehen dorthin, wo seit sicher 2000 Jahren General Sherman darüber wacht, dass es mit rechten Dingen zugeht: zu den Riesenmammutbäumen im Sequoia-Nationalpark. So ganz zum Stadtmenschen sind wir dann eben doch nicht mutiert.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Mehr ähnliche Beiträge:</h3>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://travelandwildlife.de/die-lustige-welt-der-reisenden-klischees-inklusive/" data-type="post" data-id="1296">Die lustige Welt der Reisende</a></p>
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Kriminalität in Südamerika: Realität oder Vorurteil?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Feb 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[Ist es nicht Gefährlich? Ihr seid nicht ausgeraubt worden? Das sind sehr häufige Fragen. Hier räumen wir mal damit auf, wie die Sicherheit vor Ort ist und wie wir so hoch wie möglich halten.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Ist Reisen in Südamerika nicht gefährlich? Diese Frage wird uns mit Abstand am häufigsten gestellt. In Europa kommen meist nur die schlechten Nachrichten an, zumindest über die Medien. Das liegt natürlich auch daran, dass es, wenn alles gut läuft, meist keinen Informationsbedarf gibt. Und ja, auch die hiesigen Medien sind sehr negativ.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Laut mehreren ecuadorianischen Zeitungen, sind in Ecuador im Januar 750 Menschen ermordet worden. Das ist viel. Einer pro Stunde. In Südamerika gibt es auch viele tödliche Unfälle, die Kriminalität spannt über die ganze Region und die Banden haben vieles unter ihrer Kontrolle. Die Sicherheitskräfte sind korrupt, die Behörden auch und die Politik&#8230; Darüber reden wir am besten gar nicht. Da kann doch nur was passieren, oder doch nicht?</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Unsere Sicherheitsstrategie: Vorbereitung und Bauchgefühl</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Weit weg von zuhause, sogar mehr, und wir beschäftigen uns auch immer damit. <strong>Wir wollen die Gefahren auch nicht banalisieren, aber doch relativieren.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben auf der Reise gelernt, dass es wichtig ist auf unser Bauchgefühl zu hören, vielleicht auch mal ein paar Kilometer weiter zu fahren, und viel zu fragen. Wir haben aber auch gelernt, Nachrichten zu relativieren und ganz unterschiedliche Menschen zu fragen, denn jeder wertet Sicherheit anders. Bis jetzt (und hoffentlich bleibt das so) haben wir keine schlechten Erfahrungen gemacht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir fahren nicht einfach irgendwo hin &#8211; auch wenn es manchmal so aussieht. <strong>Wir informieren uns und meiden grosse Städte. </strong>In dichter besiedelten Gebieten, oder wenn wir in eine Stadt müssen, suchen wir uns einen Campingplatz zum Übernachten. In Chachapoyas, Peru, haben wir sogar ein paar Nächte im Hotel verbracht, weil es dort nichts Richtiges und Sicheres gab, um im Fahrzeug zu übernachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parkplätze sind immer so ein Ding, da ist viel Gewusel, viele Leute kommen und gehen. Bei manchen Supermärkten, wo wir es nicht als sicher erachten, das Auto einfach stehen zu lassen, bleibt einer beim Auto, der andere kauft ein.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Frag einen Einheimischen: «Ist es hier sicher?»</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Man spürt, ob man willkommen ist oder nicht. Entweder winken uns die Leute zu oder sie schauen uns sehr misstrauisch an. Wenn es nicht anders geht, steigen wir aus und fragen. <strong>Meistens sind die Leute skeptisch, aber doch neugierig und wenn man mit einem Lächeln erklärt, wer man ist und was man macht, kommt man schon viel weiter.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Interessant ist immer die Antwort auf die Frage: «Ist es hier sicher?». Oft hört man dann, dass es im Nachbardorf sehr gefährlich ist, aber nicht bei einem selbst. Das Gleiche sagt der im Nachbardorf vom anderen Dorf. Dann wissen wir, dass es meistens ok ist. Aber wenn sie sagen, dass es bei ihnen gefährlich ist, dann wissen wir auch, dass sie es ernst meinen. Sie geben dann meist einen Tipp zu einem sicheren Ort und dahin geht die Reise weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Natürlich verlassen wir uns damit auf andere. Das müssen wir bis zu einem gewissen Grad auch. Wenn uns jemand etwas Böses will, kann er uns ja auch betrügen. <strong>Deshalb sind Apps, WhatsApp- und Facebook-Gruppen von Reisenden sehr wertvoll. Denn diese Leute haben das gleiche Ziel und geben Warnungen weiter.</strong></p>



<h3 class="wp-block-heading">Touristen als Ziel? Wann es gefährlich wird.</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die Kriminalität in Südamerika ist von Banden geprägt. Die rechnen untereinander ab, Touristen sind dann eher zur falschen Zeit am falschen Ort (kann einem überall auf der Welt passieren). Unser Bootskapitän beim Tauchausflug hier an der Küste Ecuadors meinte auch: «ja, es ist nicht ungefährlich, aber es geht immer um Gangmitglieder. Man versucht, sich als Einheimischer nicht einzumischen und das Schutzgeld bereitzuhalten. Aber die Touristen sind nicht das primäre Ziel».</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es gibt auch Räuberbanden, die es auf Autos von Touris abgesehen haben. <strong>Auch hier helfen Warnungen in Foren, Nachfragen und sich von der Touristenmeile fernhalten</strong>. Das ist einer der Gründe, warum wir sehr touristische Orte meiden, leider ist es dazu oft auch nicht (mehr?) schön.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Erfahrungen aus verschiedenen Ländern</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Bisher sind wir freundlich aufgenommen worden. In Brasilien wurden wir oft auf dem Land angehalten, um uns zum Essen einzuladen, oder der eine oder andere Major der Armee gab uns seine Nummer, falls wir mal Hilfe brauchen sollten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Peru sind wir nicht auf der Panamericana der Küste entlanggefahren, sondern auf der Ostseite der Anden. Dort gibt es zwar Drogenanbau, aber kaum Touristen, und die Polizei ist es nicht gewohnt, Touristen abzuzocken. Einer hat es mal versucht, aber wir hatten auf alles eine Antwort. Da war er überfordert.</p>



<p class="wp-block-paragraph">San Pedro de Atacama in Chile ist bekannt für Einbrüche in Autos. Da haben wir das Fahrzeug nie unbewacht abgestellt. In Bolivien haben wir einmal Passiergeld bezahlen müssen, denn sie wollten das Tor nicht öffnen. Zwar blöd, war aber schlussendlich nicht weiter gefährlich. Unsere Erfahrung hilft jetzt anderen. Wir haben eine Warnung mit dem Erlebnis in eine viel benutzte App gestellt.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Der kleine Trick mit dem Schweizer Kreuz</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Ein freundliches Gesicht hilft immer, eher leise, aber deutlich sprechen und ab und zu bei einer Frage etwas verloren/verwirrt gucken – als ob man die Frage nicht versteht.</strong> Klappt bei Michi besser als bei Cora&#8230;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch das Schweizer Kreuz auf dem Auto führt immer wieder zu Fragen. Die meisten erkennen es als Rotes Kreuz. Und fragen, für welche NGO wir arbeiten oder lassen uns mal an der Mautstelle durchfahren – könnte ja ein Notfall sein. Ganz selten erkennt es jemand als Schweizer Fahne, der muss dann aber immer bei uns nachfragen, ob das stimmt, weil die Kollegen es ihm nicht glauben.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Fazit: Sicherheit ist relativ – und zum Glück oft besser als befürchtet</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind gespannt, wie es im Norden weitergeht. Aber wie gesagt, bis jetzt haben wir uns meistens sicher gefühlt und Sicherheit bekommen. Das gibt einem den Glauben an die Menschheit wieder etwas zurück.</p>
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		<title>Rauf und runter, Kurve rechts, Kurve links</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Jan 2025 11:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Peru]]></category>
		<category><![CDATA[Südamerika]]></category>
		<category><![CDATA[Landcruiser]]></category>
		<category><![CDATA[Lifestyle]]></category>
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					<description><![CDATA[Und so ging es 48 Stunden bis wir endlich am Ziel ankamen. Unser Ausflug in das Tal des Widerstandes des Inkas und wieso es in Peru so lange geht bis man am nächsten Ziel ankommt.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sitzen im Auto, die Heizung läuft auf Hochtouren, die Fenster sind weit geöffnet. Langsam geht es bergauf und bergab. Maximal 15 km/h schaffen wir, obwohl der Motor Höchstleistung bringen muss. Und die Tankanzeige sinkt schneller als sie sollte. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es so langsam vorwärts geht und wir haben definitiv zu wenig getankt. Das wird spannend.</p>



<p class="wp-block-paragraph">300 Kilometer in 24 Fahrstunden, das haben wir auf unserer zweitägigen Tour durch das Tal des letzten Zufluchtsorts der Inkas geschafft. Oder wie sie es lieber nennen: das Tal des Widerstands.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="577" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Anden-577x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1152" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Anden-577x1024.jpg 577w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Anden-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Anden-2000x3552.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Anden-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 577px) 100vw, 577px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auf dem Pass.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Peru ist unter Overlander (Autoreisende) für seine abenteuerlichen Strassen bekannt. Das bekommen wir zu spüren. Noch voller Zuversicht entscheiden wir uns am Morgen, nicht durch das Amazonas-Tiefland zu fahren, sondern die schönere Route über die Berge zu nehmen. So weit ist es ja laut Google Maps nicht und so lange dauert es auch nicht, 10 Stunden sagt Google. Tja, Google, wie so oft hier im Süden, hätten wir deinen Angaben mal wieder lieber nicht vertraut. (Wie Google uns immer wieder in die Irre führt, dazu irgendwann mal ein anderer Beitrag).</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Die Strecke ist wunderschön. Sie führt uns zunächst durch den tropischen Regenwald, durch Kaffeeplantagen, vorbei an Mango- und Avocadobäumen voller Früchte. Leider ist es steil, die Bäume sind hoch und wir kommen nicht an die Früchte heran. Aber wir geniessen weiterhin die Aussicht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Dörfer sind klein, eher arm, aber ordentlich und gepflegt. Jedes Haus hat ein kleines Blumenbeet, das jetzt im südlichen Frühling in voller Blüte steht. Wie gesagt, wirklich schön.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Pass-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1154" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Pass-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Pass-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Pass.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Nahe am Abgrund entlang.</figcaption></figure>
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<h2 class="wp-block-heading">Der letzte Zufluchtsort der Inkas</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Das Tal ist bekannt als letzter Zufluchtsort der Inkas nach der Eroberung Perus durch die Spanier. Es wird vermutet, dass sich dort 20&nbsp;000 Kämpfer versteckten und 38 Jahre lang für ihre Unabhängigkeit kämpften. Doch die Geschichte begann ganz anders. Manco Inca begrüsste Francisco Pizarro, als dieser 1533 in Cuzco ankam, und Pizarro erkannte ihn als Inka-Herrscher an. Doch Manco Inca wurde immer unzufriedener mit der spanischen Führung, die zu viel Gold und Silber als Steuer verlangte und den traditionellen Glauben nicht tolerierte. Manco Inca sah wie seine Figur nur noch Deko war, er hatte keine Macht mehr.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Deshalb versuchte er, die Stadt zurückzuerobern. Mit dem Versprechen, den Spaniern goldene Statuen zu bringen, konnte Manco Inca die Stadt verlassen und eine Armee aufstellen. Mit 10 000 Mann kehrte er zurück und belagerte Cuzco neun Monate lang. Doch es half alles nichts. Nach mehreren Kämpfen und als die Spanier Hilfe bekamen, zog er sich mit seinen Leuten in das Tal von Vilcabamba zurück. Manco Inca wurde 1545 ermordet und seine Söhne konnten den Spaniern nichts mehr gross entgegensetzen. Tupac Amaru, sein Sohn, der nach Manco Inca die Führung des Widerstandes übernahm, wurde schliesslich 1572 zum Tode verurteilt und auf dem Hauptplatz von Cuzco öffentlich enthauptet. Damit war der Widerstand beendet.</p>



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<h2 class="wp-block-heading">4500 Meter über Meer und wieder runter</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Das Tal ist nicht weit entfernt von Cuzco, aber schwer zugänglich. Auch heute noch. Die Strecke zieht sich. Die Strasse ist schmal und windet sich von Tal zu Tal durch die Anden. Von 1000 Höhemetern auf über 4500 Meter, vom Grün des Amazonas in den eisigen Nebel. Der Erste Pass ist geschafft. Vier weitere liegen noch vor uns.</p>



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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="576" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Strasse2-576x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1157" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Strasse2-576x1024.jpg 576w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Strasse2-169x300.jpg 169w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Strasse2-scaled.jpg 1441w" sizes="auto, (max-width: 576px) 100vw, 576px" /><figcaption class="wp-element-caption">Die Zick-Zack-Strasse rauf.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="748" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Wueste-748x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1158" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Wueste-748x1024.jpg 748w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Wueste-219x300.jpg 219w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Wueste.jpg 1168w" sizes="auto, (max-width: 748px) 100vw, 748px" /><figcaption class="wp-element-caption">Wüstenlandschaft im Tal.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Der Verkehr ist gering. Zum Glück, denn an den meisten Stellen ist der Platz für ein Fahrzeug schon knapp. Viele Hänge sind abgerutscht, immer wieder müssen wir kleine Bäche überqueren. Und doch steht noch im hintersten Winkel ein Häuschen aus Stein und Lehm, auf der Wiese grasen die Pferde, Schafe, Alpakas und Lamas.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Runter, rauf, so geht es stundenlang. Der Toyota verträgt die Höhe nicht. Zu wenig Sauerstoff, weniger Leistung. Die Heizung läuft damit der Motor nicht überhitzt und wir nicht anhalten müssen. Viel schneller ginge es trotzdem nicht, denn die Strasse hat zu viele Kurven.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Gletscher-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1153" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Gletscher-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Gletscher-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Gletscher.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Blick auf den Gletscher.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Als es dunkel wird, fragen wir in einem Dorf, ob wir da übernachten können. Aber es fängt gerade an zu nieseln und der Lehrer rät uns, nach Amaybamba zu fahren. Sonst könnte es sein, dass wir am nächsten Tag nicht weiterkommen. Denn der Regen bringt die Strasse immer wieder ins Rutschen. Aber im Moment sei sie in Ordnung, er sei schon oft in der Nacht gefahren, das ginge. Also gut, zwei Stunden den Berg wieder runter. Den Abgrund sehen wir zum Glück nicht.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Völlig müde kommen wir an, ein letzter Essensstand ist noch offen und es gibt frittiertes Poulet. Es schmeckt besser als erwartet und die Kinder der Köchin löchern uns mit Fragen. Die Gegend sei berühmt für ihren Kaffee, deshalb kommen manchmal Ausländer für die Firmen oder ob wir Missionare seien. Sie kennen sonst keine Weissen. Für jeden gab es noch eine fremde Münze: einen Euro und fünfzig Rappen. Und zum Dank ein strahlendes Lachen für uns.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Und wo gibt es Diesel?</h2>
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<p class="wp-block-paragraph">Am nächsten Morgen geht die Suche nach Treibstoff weiter. Wir haben nicht mehr viel im Tank und der Reservetank ist auch fast leer. Der Toyota hat auf der Strecke wegen der Höhe viel mehr verbraucht. Normalerweise reicht unser 90-Liter-Tank locker für 450 Kilometer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Dörfern entlang der Strecke haben wir nach Petróleo, also Diesel, gefragt und wurden immer auf das nächste Dorf vertröstet. Doch der Lehrer vom Vortag hatte recht: In Amaybamba werden wir fündig. In einem ganz normalen kleinen Lebensmittelladen gibt es auch drei grosse Kunststofftanks mit Treibstoff. Nach mehrmaligem Nachfragen wissen wir, was wir tanken müssen und bekommen drei Gallonen (ca. 10 Liter) in einem Eimer und einen Trichter zum Einfüllen. Gesagt, getan und weiter geht’s. Der Tank sollte zumindest knapp reichen.</p>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="577" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tankstelle-1024x577.jpg" alt="" class="wp-image-1155" style="aspect-ratio:4/3;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tankstelle-1024x577.jpg 1024w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tankstelle-300x169.jpg 300w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tankstelle-2000x1126.jpg 2000w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Lebensmittelladen und Tankstelle.</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://travelandwildlife.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tanken-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-1156" style="aspect-ratio:3/4;object-fit:cover;width:auto;height:300px" srcset="https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tanken-768x1024.jpg 768w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tanken-225x300.jpg 225w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tanken-2000x2667.jpg 2000w, https://travelandwildlife.abraxas-medien.de/wp-content/uploads/2025/01/Vilcabamba_Tanken-scaled.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption class="wp-element-caption">Beim Tanken.</figcaption></figure>
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<p class="wp-block-paragraph">Rauf, runter, einmal in die Kälte der Berge mit Blick auf die Gletscher und dann wieder runter in die Hitze des kargen Tals. Hinauf durch den Nebelwald, hinunter entlang der Plantagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wunderschön, aber endlos. Irgendwann wollen wir einfach nur noch auf die Asphaltstrasse und zu einer richtigen Tankstelle.</p>
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